Login für Abonnenten
Username:
Passwort:
 


Kurzfassungen
(Abstracts)


 Im Druck (in press)

 2010
 2009
 2008
 2007
 2006
 2005
 2004
 2003
 2002
   - Jänner
   - Februar
   - März
   - April
   - Mai
   - Juni
   - Juli
   - August
   - September
   - Oktober
   - November
   - Dezember

Einzelartikel

(Full papers [pdf])

Abo

Redaktion
(Editorial office)

Impressum

zum Warenkorb

Stichwortsuche



INHALT WTM 12/2002

W. Künzel, S. Breit, M. Oppel:
Morphologische Besonderheiten der Nebenhöhlen brachyzephaler Rassekatzen und deren funktionelle Bedeutung
Morphological characteristics of the paranasal sinuses in brachycephalic cats and their functional relevance

V. Kotsch, A. Kübber-Heiss, A. Url, C. Walzer, P. Schmidt:
Krankheiten der Zoogeparden (Acinonyx jubatus) innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP): eine retrospektive pathohistologische Studie über 22 Jahre
Diseases of captive cheetahs (Acinonyx jubatus) within the European Endangered Species Program (EEP) - a 22-year retrospective histopathological study

A. Url, M. Leschnik, G. Romanek, M. Pichler, P. Schmidt:
Tollwut-Enzephalitis bei einem illegal nach Österreich importierten 8 Wochen alten Hundewelpen
Rabies encephalitis in an illegally imported eight weeks old puppy in Austria

A. Wehrend, H. Bostedt:
Euterinnenhämatom beim laktierenden Rind - Behandlungsergebnisse nach Intensivtherapie und temporärer Trockenstellung
Intramammary haematoma in lactating cows - results of intensive care and temporary drying-off


Aus dem Institut für Anatomie der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Morphologische Besonderheiten der Nebenhöhlen
brachyzephaler Rassekatzen und deren funktionelle Bedeutung

W. KÜNZEL, S. BREIT und M. OPPEL
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 334 - 340

Schlüsselwörter: Nebenhöhlen, Nasenhöhle, Sinus, Kopf, Katze.

Zusammenfassung
An 69 Köpfen brachy-, meso- und dolichozephaler Rassekatzen wurden die Nebenhöhlen zur Abklärung rassespezifischer Besonderheiten präparatorisch, röntgenologisch und computertomographisch untersucht. Dazu wurden native Röntgenbilder angefertigt, nach deren Beurteilung die Nebenhöhlen eröffnet, deren Wände mit einem Gemisch aus Bariumsulfat und Latex Gummimilch bestrichen und neuerlich Röntgenaufnahmen für den Vergleich mit den Nativaufnahmen hergestellt wurden. Computertomographische Aufnahmen dienten der weiteren Verifizierung anatomischer Strukturen, die durch korrespondierende Gefrierschnitte abgeklärt wurden.

Die Stirnhöhlen reichten bei brachyzephalen Tieren weiter rostral, pneumatisierten kaudal teilweise auch die Scheitelbeine und waren mitunter von geringer Tiefe. Die für die spezifische Kopfform charakteristische stärkere Konvexität der Lamina externa der Kalvaria ging häufig mit einem deutlichen Knick an der Nasenwurzel einher. Das Ektoturbinale II füllte die Stirnhöhle partiell aus und engte dabei die Verbindungsöffnung zur Nasenhöhle ein. Zusätzlich wurden sowohl sagittale wie auch horizontale Kompartimentierungen der Stirnhöhlen beobachtet.

Die Keilbeinhöhle erstreckte sich fast regelmäßig in das Basissphenoid, wurde durch ein variables Septum geteilt und der Zugang von der Nasenhöhle zunehmend durch das Endoturbinale IV eingeengt. Sowohl an Röntgenbildern wie auch an Schnittbildern hing das Erscheinungsbild der Nebenhöhlen grundsätzlich von der Kopfform ab, wobei Formvarianten häufiger bei Brachyzephalie zu beobachten waren. Die eingeengten Öffnungen zu den Nebenhöhlen erschweren jedenfalls deren Belüftung und einen fakultativen Sekretabfluß.

zurück zum Seitenanfang

 


Aus dem Institut für Pathologie und Gerichtliche Veterinärmedizin der Veterinärmedizinischen Universität Wien und dem Tiergarten Hellbrunn

Krankheiten der Zoogeparden (Acinonyx jubatus) innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP): eine retrospektive pathohistologische Studie über 22 Jahre

V. KOTSCH, A. KÜBBER-HEISS, A. URL, C. WALZER und P. SCHMIDT
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 341 - 350

Schlüsselwörter: Gepard, Acinonyx jubatus, EEP, bakterielle Gastritis, Myelolipome.

Zusammenfassung
Die Population der in den USA, in Südafrika und in Japan gehaltenen Zoogeparden wird durch 3 sehr häufig auftretende Krankheiten - bakterielle Gastritis, Glomerulosklerose und Veno-occlusive disease - bedroht, die den frühzeitigen Tod von potentiellen Zuchttieren verursachen. Schlechte Zuchterfolge, ungeeignete Haltungsbedingungen und eine verminderte genetische Variabilität zählen zu weiteren großen Problemen der Zoogeparden. In der vorliegenden Arbeit wurden die Organe von 58 vorwiegend in europäischen Zoos gehaltenen Geparden aus dem Zeitraum von 1980 bis 2001 retrospektiv untersucht, um einen Überblick über den Gesundheitszustand der Zoogeparden innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) zu erhalten. Im vorliegenden Untersuchungsmaterial standen neben Gastritiden (55%) ebenfalls renale Veränderungen, wie Glomerulosklerose (32%), membranöse (46%) und membranoproliferative Glomerulonephritiden (18%), sowie interstitielle Nephritiden (32%) im Vordergrund, während im Gegensatz zu den oben genannten Staaten keine Veno-occlusive disease festzustellen war. Ein weiterer Schwerpunkt betraf Untersuchungen bezüglich des Auftretens von Myelolipomen, die bei den Geparden der vorliegenden Studie zu 50% in der Milz zu finden waren. Um die Ätiologie dieser pathologischen Veränderungen eindeutig zu klären, sind zukünftig vor allem Untersuchungen über die Haltungsbedingungen und die Streßbelastung der Geparden in Gefangenschaft notwendig.

zurück zum Seitenanfang

 


Aus dem Institut für Pathologie und Gerichtliche Veterinärmedizin und der I. Medizinischen Klinik für Einhufer und Kleintiere der Veterinärmedizinischen Universität Wien sowie der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), Veterinärmedizinische Untersuchungen Mödling, und der Tierklinik Meidling

Tollwut-Enzephalitis bei einem illegal nach Österreich importierten 8 Wochen alten Hundewelpen

A. Url, M. Leschnik, G. Romanek, M. Pichler, P. Schmidt
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 351 - 354

Schlüsselwörter: Tollwut, Enzephalitis, Hund, Welpe, Österreich.

Zusammenfassung
Der Fall einer atypisch verlaufenden Tollwut bei einem 8 Wochen alten Deutschen Schäferhundwelpen wird beschrieben. Anzeichen von Laryngitis, Enteritis und Zystitis vergesellschaftet mit epileptiformen Anfällen, die in Seitenlage mit Kaukrämpfen und Ruderbewegungen einhergingen, führten zur Verdachtsdiagnose Staupe. Erst das pathohistologische Bild einer nicht-eitrigen Enzephalitis mit für Negri-Körperchen verdächtigen intrazytoplasmatischen Inklusionen, als auch die darauf hin eingeleitete immunhistochemische Untersuchung zum Nachweis von Tollwutantigen führten zur Diagnose einer Tollwutenzephalitis, die immunfluoreszenzserologisch in der AGES Mödling bestätigt wurde.

zurück zum Seitenanfang

 


Aus der Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz der Justus-Liebig-Universität Gießen

Euterinnenhämatom beim laktierenden Rind - Behandlungsergebnisse nach Intensivtherapie und temporärer Trockenstellung

A. WEHREND und H. BOSTEDT
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 355 - 359

Schlüsselwörter: Rind, Euterhämatom, Bluttransfusion, temporäres Trockenstellen.

Zusammenfassung
Im Rahmen dieser klinischen Verlaufsstudie wurde die Entwicklung von 8 Kühen mit Euterinnenhämatom verfolgt, um Aussagen zur Prognose dieser Erkrankung und Hinweise zur Pathogenese zu erhalten. Der Altersdurchschnitt erkrankter Tiere betrug 6,4 Jahre und liegt damit deutlich über dem der Vergleichspopulation (4,5 Jahre). Eine zeitliche Beziehung der Erkrankung zum Partus ließ sich nicht nachweisen. Die Tiere wurden einer einheitlichen Therapie unterzogen, die sich aus einer temporären Trockenstellung unter antibiotischem Schutz und einer Bluttransfusion bei Erythrozytenkonzentrationen unter 3 T/L zusammensetzte. 7 Kühe wurden mit wiederhergestellter Melkbarkeit auf dem betroffenen Viertel entlassen. Die durchschnittliche Dauer bis zu diesem Zeitpunkt betrug 9,7 Tage, wobei sich eine Abhängigkeit zum Ausmaß des Blutverlustes erkennen ließ.

zurück zum Seitenanfang