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INHALT WTM 11/2003
M. Hess, C. Neubauer, C. Bahula and G. Loupal:
Untersuchungen zum Ausbruch von Hühnertyphus -
bedingt durch Samonella enterica serovar gallinarum
biovar gallinarum - in einer Freilandhaltung von Legetieren
Investigations of an outbreak of fowl typhoid in a free
range layer flock caused by Salmonella entericaserovar
gallinarum biovar gallinarum
K. Kotowski, S. Zdunzyk und T. Janowski:
Zur Prophylaxe und Therapie der Hypogalaktie bei
Jungsauen durch die Applikation von exogenem
Prolaktin
Prophylaxis and therapy of hypogalactia in gilts with
exogenous prolactin
K. Grösslinger, J. Kogler, D. Lorinson, I. Schwendenwein,
K. Hittmair, M. Reifinger:
Adenokarzinom eines ektopischen Ductus
thyreoglossus bei einer 14jährigen Hauskatze
Adenocarcinoma of an ectopic thyroglossal duct in a
fourteen-year-old cat
M. Allram, M. Mosing, U. Auer, A. Aloy and Y. Moens:
Eine klinische Studie über die Superponierte Hochfrequenz-
Jet Beatmung beim Hund
Preliminary clinical experience with superimposed
high-frequency jet ventilation in anaesthetised dogs
Clinic for Poultry and Pet Birds1 and Institute of Pathology and Forensic
Veterinary Medicine2, University of Veterinary
Medicine, Vienna, Austria
Investigations of an outbreak of fowl typhoid in a free
range layer flock caused by Salmonella entericaserovar
gallinarum biovar gallinarum
M. HESS1, C. NEUBAUER1, C. BAHULA1 and G. LOUPAL2
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 286 - 292

Keywords:
Salmonella gallinarum, fowl typhoid, free range
poultry flock, resistance, PCR, InvA-gene.
Summary
An acute outbreak of fowl typhoid is described in a free
range layer flock in Austria, characterized by a total mortality
of 74 %. Various laboratory investigations were carried
out in order to confirm the aetiology of the disease. In the
pathological investigations the birds showed swelling of the
liver and hyperaemia of the ovaries with degenerated follicles.
Haemorrhages were noticed in the caecal tonsils
and on the epicard. Histopathology revealed necrosis in
liver and spleen, caused by bacteria. A non-motile Salmonella was
isolated from the livers and ovaries and characterised
by various biochemical methods. The somatic antigens
were found to be: 1, 9 and 12. Using the API 20 E
Microsystem and other biochemical tests it could be shown
that the isolate belongs to the biotype Salmonella gallinarum.
Sensitivity testing revealed that the isolate is fully
susceptible to sulphamethoxazole/trimethoprim and less
susceptible to colistinsulphate and lincomycin. The isolate
was resistant against neomycin, tetracycline, amoxicillin
and enrofloxacin. Taking various organs from three surviving
birds a PCR based on the InvA-gene of the pathogen
was compared with conventional culture procedures. Using
PCR, a positive signal was achieved in all tested organs
including the brain.
Schlüsselwörter: Salmonella gallinarum,
Hühnertyphus,
Freilandherde, Resistenz, PCR, InvA-Gen
Zusammenfassung
Ein Ausbruch von Hühnertyphus, mit einer Mortalität
von 74 %, in einer Freilandhaltung von Legetieren wird
beschrieben. Verschiedene Laboruntersuchungen wurden
durchgeführt, um die Ätiologie der Erkrankung aufzuklären.
Pathologisch zeigten die Tiere eine Schwellung der
Leber und eine Hyperämie der Ovarien mit degenerierten
Follikeln. Blutungen waren in den Zäkaltonsillen und auf
dem Epicard sichtbar. Histologisch wurden Nekrosen mit
Bakterienrasen in der Leber und Milz festgestellt, mit der
Diagnose „bakterielle Septikämie“. Unbewegliche Salmonellen
wurden aus der Leber und den Ovarien isoliert und
biochemisch charakterisiert. Das Isolat hatte die somatische
Antigenformel: 1, 9 und 12. Mittels API 20 E System
konnte gezeigt werden, daß das Isolat zum Biotyp gallinarum
gehört. Die Bestimmung der Antibiotikaresistenz
ergab, daß das Isolat sensitiv gegenüber Sulfamethoxazol/
Trimethoprim und wenig empfindlich gegenüber Colistin
und Lincomycin ist. Das Isolat war resistent gegenüber
Neomycin, Tetrazyklin, Amoxicillin und Enrofloxacin. Ein
DNA-Nachweis in den Organen überlebender Tiere wurde
mittels PCR, basierend auf dem InvA-Gen, durchgeführt
und mit der Kulturmethode verglichen. Dabei konnte mit
der PCR DNA des Erregers in allen untersuchten Organen,
einschließlich des Gehirns, nachgewiesen werden.
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Aus der tierärztlichen Praxis Kepno1 und der Klinik für Geburtshilfe
und Pathologie der Reproduktion, Fakultät für Veterinärmedizin,
Ermländisch-Masurische Universität Olsztyn2, Polen
Zur Prophylaxe und Therapie der Hypogalaktie bei
Jungsauen durch die Applikation von exogenem
Prolaktin
K. KOTOWSKI1, S. ZDUNCZYK1 und T. JANOWSKI2
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 293 - 297

Schlüsselwörter: Hypogalaktie,
exogenes Prolaktin,
Jungsauen.
Zusammenfassung
Es wurden 2 Versuche an insgesamt 90 Jungsauen
durchgeführt. Im 1. Versuch wurden 60 Jungsauen in 2
Gruppen eingeteilt. Die Sauen der Versuchsgruppe erhielten
unmittelbar nach der Geburt 100 I.E. Prolaktin i.m. Den
Tieren der Kontrollgruppe wurde isotone Kochsalzlösung
intramuskulär injiziert. Es wurden das Auftreten von Hypogalaktie
sowie Ferkelverluste und -entwicklung bis zum
Absetzen am 25. Tag post natum erhoben. Die kranken
Tiere wurden mit einer Antibiotikakombination (Penicillin
20.000 I.E./kg KM und Streptomycin 20 mg/kg KM) i.m.
und Oxytozin 30 I.E. i.m. behandelt. Die Versuchstiere
erhielten zusätzlich Prolaktin 100 I.E. i.m. Wenn notwendig,
wurde die Behandlung nach 24 und 48 Stunden wiederholt.
In der Versuchsgruppe erkrankten 7 (23,3 %) der Sauen,
die Prolaktin nach der Geburt erhalten hatten, an
Hypogalaktie, in der Kontrollgruppe waren es 16 (53,3 %;
p < 0,05). Bei 4 (57,14 %) kranken Sauen der Versuchsgruppe
war nur eine einmalige Nachbehandlung notwendig.
Von den Sauen der Kontrollgruppe mußten nach 24
Stunden nochmals 10 (62,5 %) und nach 48 Stunden
erneut 4 (25 %) therapiert werden.
Im 2. Versuch standen 30 an einer Hypogalaktie
erkrankte Jungsauen zur Verfügung. Sie wurden in 2 Gruppen
eingeteilt und identisch wie die kranken Sauen im 1.
Versuch behandelt. Ferkelverluste und -entwicklung bis
zum Absetzen am 25. Tag post natum wurden erhoben.
Von den mit Antibiotikakombination und Prolaktin
behandelten Jungsauen mit Hypogalaktie mußten nach 24
Stunden 40 % erneut therapiert werden.Von den allein mit
Antibiotika behandelten Sauen mußten nach 24 Stunden
noch 66,6 % und nach 48 Stunden erneut 13,3 % therapiert
werden.
In beiden Versuchen waren die Körpermassezunahmen
der Ferkel signifikant höher (p < 0,05) bei den Sauen, die
Prolaktin erhalten hatten als bei den Kontrolltieren. Die
Ferkelverluste unterschieden sich nicht signifikant.
Aus diesen Ergebnissen geht hervor, daß exogenes
Prolaktin in der Prophylaxe und Therapie von postpartaler
Hypogalaktie bei Jungsauen erfolgreich angewendet werden
kann.
Keywords: hypogalactia, exogenous prolactin,
gilts.
Summary
Two experiments on total ninety gilts were conducted. In
the first experiment sixty gilts were divided into two groups.
The animals in the experimental group received 100 IU of
prolactin i.m. after parturition. The control gilts received
isotonic saline i.m. The occurrence of hypogalactia, the
daily gain of piglets and their losses were registered. The
control animals with clinical symptoms of hypogalactia
were treated i.m. with an antibiotic combination (penicillin
20,000 IU/kg and streptomycine 20 mg/kg) and oxytocine
30 IU. The experimental animals additionally received i.m.
prolactin 100 IU. If necessary the treatment was repeated
after 24 and 48 hours.
In the experimental group, which had received prolactin,
hypogalactia occurred in 7 (23.3 %) gilts, in the control
group in 16 (53.3 %) gilts (p < 0.05). A follow-up treatment
was necessary in 4 experimental gilts with hypogalactia
(57.14 %). In the control group, 10 gilts (62.5 %) had to be
treated after 24 hours and again 4 (25 %) after 48 hours.
In the second experiment thirty gilts with clinical symptoms
of hypogalactia were used. They were divided into
two groups and treated similarly as in experiment no. I.
Losses of piglets and their daily body gains were registered.
Forty percent of gilts treated with antibiotic combination
and prolactin were treated again after 24 hours. In gilts
treated with antibiotic only, follow-up treatment was needed
in 66.6 % after 24 hours and again in 13.3 % after 48
hours.
In both experiments piglets from gilts, which were treated
with prolactin showed significantly higher (p < 0.05)
daily body gains. The piglet losses were not statistically different.
The results show that the application of exogenous prolactin
can be useful in prophylaxis and therapy of postpartal
hypogalactia in gilts.
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Aus der Universitätsklinik für Chirurgie und Augenheilkunde1,
dem Zentrallabor2,
der Universitätsklinik für Röntgenologie3und dem Institut
für Pathologie und gerichtliche Veterinärmedizin4der Veterinärmedizinischen
Universiät Wien
Adenokarzinom eines ektopischen Ductus
thyreoglossus bei einer 14jährigen Hauskatze
K. GRÖSSLINGER1, J. KOGLER1, D. LORINSON1,
I. SCHWENDENWEIN2, K. HITTMAIR3,
M. REIFINGER4
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 298 - 302

Schlüsselwörter: Ductus thyreoglossus,
Adenokarzinom,
Katze.
Zusammenfassung
Eine 14jährige Europäische Kurzhaarkatze wurde mit
einer derben Schwellung medioventral am Hals unmittelbar
kranial der Brustapertur vorgestellt. Labortechnische
Untersuchungen und bildgebende Diagnostik ergaben
eine potentiell maligne Umfangsvermehrung ohne Verbindung
zu Organen der oberen Halsgegend oder der
Thoraxhöhle. Der Tumor wurde exzidiert. Die anschließende
pathohistologische Untersuchung ergab ein Adenokarzinom
des Ductus thyreoglossus. Aufgrund der Rarität und
der ungewöhnlichen Lokalisation dieser Neubildung wird
eine kurze Übersicht über das Auftreten von Veränderungen
des Ductus thyreoglossus in der Veterinär- und Humanmedizin
gegeben.
Keywords: thyroglossal duct, adenocarcinoma,
cat.
Summary
A fourteen-year-old domestic short-hair cat was presented
with a firm mass located on the ventral neck region,
cranial to the thoracic inlet. Haematology, cytology, and
diagnostic imaging revealed a potential malignant tumor
without any visible connection to structures of the proximal
neck region or thoracic cavity. The mass was removed surgically.
An adenocarcinoma of an ectopic thyroglossal duct
was identified histopathologically. Diseases of the thyroglossal
duct in veterinary and human medicine are discussed.
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From the „Klinik für Chirurgie und Augenheilkunde der Veterinärmedizinischen
Universität Wien“1, the „Klinik für Anästhesie
und Intensivmedizin der Universität Wien“2 and the „Anästhesiologische
Abteilung der Veterinärmedizinischen Universität
Bern“3
Preliminary clinical experience with superimposed
high-frequency jet ventilation in anaesthetised dogs
M. ALLRAM1, M. MOSING1, U. AUER1, A. ALOY2 and
Y. MOENS3
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 303 - 308

Keywords: superimposed high
frequency jet ventilation,
intermittent positive pressure ventilation, dog, jet-adapter.
Summary
The objective of this study was the comparison of gas
exchange between superimposed high-frequency jet ventilation
(SHFJV) and intermittent positive pressure ventilation
(IPPV) in anaesthetised dogs.
Thirty-three female dogs aged 1-8 years (mean 2.3
years) and classified as ASA grade 1, undergoing conventional
ovariohysterectomy or laparoscopic ovariohysterectomy
with capnoperitoneum were included in the study.
Pre-anaesthetic medication consisted in intravenous
(IV) acepromazine (0.02 mg·kg-1) and butorphanol (0.2
mg·kg-1). Induction of anaesthesia was done with propofol
intravenously. All dogs were intubated and anaesthesia
was maintained with propofol infused at 12 mg·kg-1·hour-1
and fentanyl infused at 0.02 mg·kg-1·hour-1. Rocuronium
bromide (0.6 mg·kg-1) was given IV and controlled ventilation
was performed using either IPPV with a conventional
ventilator or SHFJV using a special device. The dogs were
divided into a group of 21 dogs undergoing conventional
ovariohysterectomy (group O) and a group of 12 dogs that
underwent laparoscopic ovariohysterectomy with capnoperitoneum
in the head down position (group L). Dogs of
group O were further divided into three subgroups of seven
and dogs of group L into two subgroups of six dogs. PaO2
and PaCO2 were measured in arterial blood samples
during controlled ventilation. Blood pressure was measured
noninvasively with an oscillometric method.
There were no significant differences between the two
types of ventilation with respect to oxygenation, ventilation
and haemodynamic variables (p > 0.05). In dogs of group
O, the overall mean for PaO2 and PaCO2 were, 238.3± 61.3 mmHg (mean ± SD) and 39.4 ± 3.4
mmHg, respectively, for SHFJV and 260.4 ± 56.1 and 42.7 ± 5.4
mmHg, respectively, for IPPV. In dogs of group L , higher PaO2 and
PaCO2 values (without significance) were achieved using
SHFJV (258.0 ± 73.7 and 36.7 ± 5.4 mmHg, respectively)
compared to IPPV (212.2 ± 74.7 and 40.2 ± 6.0 mmHg,
respectively).
Adequate oxygenation and CO2 elimination as well as
maintenance of haemodynamic variables are achieved
with SHFJV. This method of ventilation provides an alternative
to IPPV in anaesthetised dogs.
Schlüsselwörter: Superponierte Hochfrequenz-Jet
Beatmung,
IPPV, Hund, Jet Adapter.
Zusammenfassung
In dieser klinischen prospektiven Studie wurde die
Superponierte Hochfrequenz-Jet Beatmung (SHFJV) mit
der im Klinikbetrieb etablierten „intermittent positive pressure
ventilation“ (IPPV) verglichen.
Dazu wurden 33 Hunde, die an der Veterinärmedizinischen
Universität Wien zur Ovariohysterektomie bzw. laparoskopischen
Ovariohysterektomie vorgestellt wurden,
herangezogen.
Die laparoskopische Ovariohysterektomie wurde
gewählt, da das durch die CO2-Insufflation erzeugte Kapnoperitoneum
und die Trendelenburg Lagerung sich
erschwerend auf die Ventilation auswirken.
Alle Hunde waren gesund und zwischen 1 und 8 Jahren
alt.
Sie wurden randomisiert, abhängig vom Operationsverfahren
in 2 Gruppen (Gruppen O und L) und abhängig von
den beiden Beatmungsmethoden bei Gr. O in 3 und Gr. L
in 2 Untergruppen unterteilt.
Alle Tiere erhielten dieselbe Narkose. Sie wurden mit
Acepromazin und Butorphanol intravenös prämediziert,
und die Narkose mit Propofol eingeleitet. Die Aufrechterhaltung
der Narkose erfolgte mit Propofol und Fentanyl.
Alle Hunde wurden mit einem Endotrachealtubus intubiert
und nach Beginn der kontrollierten Beatmung mit
Rocuroniumbromid relaxiert, welches nach 30 min mit
Neostigmin und Atropin antagonisiert wurde.
In regelmäßigen Abständen wurden arterielle Blutproben
zur Blutgasanalyse entnommen, hämodynamische
Parameter wurden permanent aufgezeichnet und ausgewertet.
In der Gruppe der ovariohysterektomierten Hunde
konnten keine signifikanten Unterschiede in der Oxygenation,
Ventilation und Hämodynamik zwischen den beiden
Beatmungsformen festgestellt werden (p > 0,05). Bei Patienten,
die einer laparoskopischen Ovariohysterektomie
unterzogen wurden, konnten bei der SHFJV im Vergleich
zur IPPV numerisch höhere PaO2-Werte und niedrigere
PaCO2-Werte festgestellt werden, die jedoch weder signifikant
noch praktisch relevant waren.
Die SHFJV ist im Bezug auf Oxygenation, Ventilation
und Hämodynamik der IPPV gleichwertig.
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