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INHALT WTM 11/2002

W. Künzel, S. Breit, I. Knaus:
Funktionelle Wechselbeziehungen zwischen lumbosakralem, iliosakralem und koxofemoralem Komplex beim Hund am Beispiel degenerativer Veränderungen
Functional interrelations between the lumbosacral, sacroiliac and coxofemoral complex in dogs as denoted by degenerative joint diseases

I. Hein, H. Krismer, P. Rieck, M. Wagner:
Einsatz der Real-Time PCR zur raschen Detektion von Listeria monocytogenes in Milch und Milchprodukten
The use of real-time PCR for rapid detection of L. monocytogenes in milk and dairy products

W. Sipos, W. Hochsteiner, F. Schilcher, M. Flöck, W. Baumgartner:
Genitales Leiomyosarkom bei einer Westafrikanischen Zwergziege
Genital leiomyosarcoma in a pygmy goat

A. Pechová, J. Illek, L. Pavlata:
Einwirkungen der Lebersteatose auf den Stoffwechsel bei Milchkühen
Metabolic profiles in dairy cows with fatty liver syndrome


Aus dem Institut für Anatomie der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Funktionelle Wechselbeziehungen zwischen lumbosakralem, iliosakralem und koxofemoralem Komplex beim Hund am Beispiel degenerativer Veränderungen

W. KÜNZEL, S. BREIT und I. KNAUS
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 306 - 311

Schlüsselwörter: lumbosakraler Übergang, Iliosakralgelenk, Hüftgelenk, Hund, Wirbelsäule.

Zusammenfassung
In der vorliegenden Studie wurden funktionsbezogene Wechselwirkungen zwischen Hüftgelenk, Iliosakralgelenk und lumbosakralem Übergang bei Rottweilern, Golden Retrievern und Dt. Schäferhunden untersucht. Dazu wurden 120 Röntgenbilder von Becken im ventrodorsalen Strahlengang ausgewertet und auf Vorliegen einer Hüftgelenkdysplasie, auf das Vorliegen von Veränderungen am synovialen und extrasynovialen Teil des Iliosakralgelenkes und von Spondylosen am lumbosakralen Übergang untersucht. Veränderungen der extrasynovialen Komponenten des Iliosakralgelenkes wurden am häufigsten nachgewiesen. Zudem wurde festgestellt, daß derartige Veränderungen am Iliosakralgelenk mit der Ausbildung von Spondylosen am lumbosakralen Übergang assoziiert waren und beide Erkrankungen signifikant mit dem Alter korrelierten, wobei bei Dt. Schäferhunden eine Rassedisposition nachgewiesen werden konnte.

Die Einbeziehung der auch an Hüftgelenkdysplasie erkrankten Tiere wies auf 2 Veränderungsformen hin. Der bei einem Teil der Tiere nachgewiesene Zusammenhang mit Veränderungen aller Gelenkkomponenten der untersuchten Verbindungen weist auf eine genuine Insuffizienz des Bindegewebsapparates als Ursache hin. Die bei anderen Tieren beschriebenen Veränderungen des straffen Iliosakralgelenkes und des lumbosakralen Überganges werden hingegen als Folge kumulativer Überlastung interpretiert.

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Aus dem Institut für Milchhygiene, Milchtechnologie und Lebensmittelwissenschaft der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Einsatz der Real-Time PCR zur raschen Detektion von Listeria monocytogenes in Milch und Milchprodukten

I. HEIN, H. KRISMER, P. RIECK und M. WAGNER
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 312 - 318

Schlüsselwörter: Listeria monocytogenes, Real-Time PCR, Milch, Milchprodukte, Käse.

Zusammenfassung
Die traditionellen mikrobiologischen Techniken zum Nachweis von Listeria monocytogenes in Milch und Milchprodukten sind zeitaufwendig. In dieser Arbeit wurde eine Anreicherung in gepuffertem Peptonwasser (BPW) mit der Real-Time PCR zur raschen Detektion von L. monocytogenes kombiniert. Der Einsatz eines nicht selektiven Nährmediums wie BPW könnte den Nachweis von mehreren pathogenen Mikroorganismen aus einer einzigen Anreicherung ermöglichen. In Blauschimmel- und Rotschmierkäse konnten 5,5 KBE L. monocytogenes / 25 g nach 16 h Anreicherung detektiert werden. In den BPW-Anreicherungen von Rohmilch und Milchreis hingegen konnte sich L. monocytogenes nicht ausreichend vermehren, um mittels Real-Time PCR einen sensitiven Nachweis dieses Keimes zu erzielen. Die selektive Anreicherung nach ISO 11290-1 unter Verwendung von Halbfraser- und Vollfraser-Bouillon erwies sich als effizienter.

Bei dem hier gewählten Versuchsaufbau in Kombination mit einem enzymatischen DNA-Isolierungsprotokoll unter Verwendung von Pronase, Lysozym und Proteinase K waren auch die Anreicherungen in Halbfraser- und Vollfraser-Bouillon Real-Time PCR kompatibel. Als Alternative zu diesem zeitaufwendigen DNA-Isolierungsprotokoll wurden 2 raschere Methoden eingesetzt. Beide konnten nur für die Sekundäranreicherungen eingesetzt werden, da in den Primäranreicherungen der Anteil an Lebensmittelmatrix zu hoch war. Die unter Verwendung des Chelatbildners Chelex 100 extrahierten Proben mußten 1:10 verdünnt werden, um positive Ergebnisse zu erzielen. Eine bessere und mit der enzymatischen Methode vergleichbare Effizienz zeigte ein kommerzieller DNA-Isolierungskit unter Verwendung einer DNA-bindenden Silikamembran.

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Aus der II. Medizinischen Universitätsklinik für Klauentiere und dem Institut für Pathologie und Gerichtliche Veterinärmedizin der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Genitales Leiomyosarkom bei einer Westafrikanischen Zwergziege

W. SIPOS, W. HOCHSTEINER, F. SCHILCHER, M. FLÖCK und W. BAUMGARTNER
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 319 - 324

Schlüsselwörter: genitales Leiomyosarkom, Zwergziege.

Zusammenfassung
Die vorliegende Fallstudie beschreibt das Auftreten eines Leiomyosarkoms in der Cervix uteri und im Corpus uteri sowie in einem Uterushorn bei einer 8jährigen Zwergziege. Klinisch waren Miktionsbeschwerden auffallend, die blutchemische Untersuchung ergab eine hochgradige Erhöhung der Kreatinkinase mit 248 U/l. Mittels transabdominaler sonographischer Untersuchung konnte eine dorsal der Harnblase gelegene hypoechogene Masse dargestellt werden. Im Harn konnten Calciumoxalatsteine in mittlerer Menge festgestellt werden. Nach Tötung und pathomorphologischer Befundung konnte die Diagnose eines genitalen Leiomyosarkoms gestellt werden.

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Aus der Universitätsklinik für Klauentiere der Veterinärmedizinischen und Pharmazeutischen Universität Brünn

Einwirkungen der Lebersteatose auf den Stoffwechsel bei Milchkühen

A. PECHOVÁ, J. ILLEK und L. PAVLATA
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 325 - 332

Schlüsselwörter: Leberbiopsie, Stoffwechselprofil, Blut, Diagnostik.

Zusammenfassung
Ein Vergleich ausgewählter Stoffwechselparameter bei Milchkühen mit Lebersteatose und lebergesunden Milchkühen wurde in einer Herde der Schwarzbunten Niederungsrasse in einem Großstall mit einer Kapazität von 1.400 Tieren vorgenommen. Bei insgesamt 36 Milchkühen wurden bioptische Leberproben und am gleichen Tag Blutproben für biochemische Untersuchungen entnommen. Anhand der Ergebnisse histologischer Untersuchungen wurden die Milchkühe retrospektiv in eine Gruppe mit erhöhtem (Gruppe S, n = 21) und eine Gruppe mit physiologischem Fettgehalt im Lebergewebe (Gruppe N, n = 15) eingeteilt. Zwischen den Gruppen N und S gab es signifikante Unterschiede (p < 0,05) in den Konzentrationen oxidierter Ketonkörper (0,14 ± 0,10 gegen 0,32 ± 0,26 mmol.l-1) und des Hämoglobins (127,33 ± 14,19 gegen 116,25 ± 15,22 g.l-1) sowie in der Erythrozytenzahl (6,71 ± 0,63 gegen 6,26 ± 0,64 T.l-1). Signifikante Unterschiede (p < 0,01) wurden weiters bei den Konzentrationen der Glukose (3,83 ± 0,67 gegen 3,19 ± 0,67 mmol.l-1), der Gesamtketonkörper (1,16 ± 0,38 gegen 2,94 ± 2,34 mmol.l-1), der nicht veresterten Fettsäuren (0,23 ± 0,22 gegen 0,60 ± 0,32 mmol.l-1) und des Gesamtbilirubins (3,22 ± 1,51 gegen 6,21 ± 2,62 µmol.l-1) sowie bei den Aktivitäten der Aspartataminotransferase (1,15 ± 0,15 gegen 1,61 ± 0,44 µkat.l-1) und der Alaninaminotransferase (0,70 ± 0,20 gegen 0,46 ± 0,15 µkat.l-1) gefunden. Die Aussagekraft einzelner Kennwerte für eine exakte Diagnostik der Lebersteatose und Beurteilung des Grades der Stoffwechselstörungen bei Milchkühen werden besprochen.

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