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INHALT WTM 10/2003

R. M. Weber, M. Nogossek, I. Sander, B.Wandt, U. Neumann und G. Glünder:
Untersuchungen zum Gesundheitsstatus von Legehennen in ausgestalteten Käfigen im Vergleich zu Tieren in konventioneller Käfig- und Bodenhaltung
Investigations of laying hen health in enriched cages as compared to conventional cages and a floor pen system

H.E. König, R. Macher, E. Polsterer-Heindl, C.-M. Sora, Ch. Hinterhofer, M. Helmreich und P. Böck:
Stoßbrechende Einrichtungen am Zehenendorgan des Pferdes
Shock absorbing structures of the equine toe

E. Bauer, G. Forstenpointner, G. E. Weissengruber und D. Willroider:
250 Jahre Tiergarten Schönbrunn: Zootiermorphologie als Forschungsrichtung am anatomischen Institut der Wiener Veterinärmedizinischen Schule
Vienna Zoo: 250 years - research on morphology of zoo animals at the Institute of Anatomy, University of Veterinary Medicine Vienna

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Aus der Klinik für Geflügel1 und dem Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung2 der Tierärztlichen Hochschule Hannover

Untersuchungen zum Gesundheitsstatus von Legehennen in ausgestalteten Käfigen im Vergleich zu Tieren in konventioneller Käfig- und Bodenhaltung

R. M. WEBER1, M. NOGOSSEK1, I. SANDER1, B.WANDT2, U. NEUMANN1 und G. GLÜNDER1
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 257 - 266

Schlüsselwörter: Legehennen, Haltungssysteme, ausgestaltete Käfige, Krankheiten.

Zusammenfassung
Die Beziehung zwischen Haltungssystemen und dem Gesundheitsstatus von Legehennen wurde vergleichend in einer Bodenhaltung mit Volierensystem und Auslauf, in ausgestalteten Käfigen sowie in konventionellen Käfigen untersucht. Als Legehybriden wurden Lohmann Silver gemeinsam aufgezogen und in der 18. Lebenswoche auf die 3 Haltungssysteme aufgeteilt. Die Mortalität während der Legeperiode von 13,5 Monaten betrug bei den Hennen in der Bodenhaltung 11,7 %, bei den Hennen in ausgestalteten Käfigen 8,7 % und bei Tieren in konventionellen Käfigen 11,0 %. Bei Hennen aus der Bodenhaltung standen neben Kannibalismus entzündliche Veränderungen der Geschlechtsorgane und der Serosa in Verbindung mit Escherichia coliim Vordergrund. Die bedeutendste Todesursache bei Hennen in konventionellen Käfigen stellten Traumata dar. Die Seren wurden auf Antikörper gegen 3 virale und 2 bakterielle Antigene untersucht. Dabei wiesen die Seren der Tiere entweder aus der Bodenhaltung oder aus den konventionellen Käfigen die höchsten Titer je nach Antigen auf. Als weitere Parameter zum Vergleich der Haltungssysteme diente die Beurteilung des Zustandes von Gefieder, Krallen, Fußballen und der Haut sowie das Auftreten von Parasiteninfektionen. Die bei den Hennen aus ausgestalteten Käfigen erhobenen Daten nahmen im Vergleich mit den anderen Haltungssystemen zumeist eine intermediäre Position ein.

Keywords: laying hens, housing systems, enriched cages, poultry health status.

Summary
The health status of laying hens was studied in relation to the influence of three different housing systems: a floor pen combined with an aviary and an outdoor run, enriched cages and conventional cages. Lohman Silver hybrids were reared together in one flock until seventeen weeks of age, when they were divided into three groups and transferred to the different housing systems. During the laying period the following mortality rates were observed: floor pen, 11.7 %; enriched cages, 8.7 %; conventional cages, 11.0 %. Cannibalism and inflammatory alterations of the sexual organs and the serosa combined with Escherichia coliinfections were the predominant causes of death in the hens kept in the floor pen. Fractures were the most important cause of mortality in the conventional cages. Sera were examined for antibodies against three viral and two bacterial antigens. The highest antibody titers were seen in sera either in hens from the floor pen or from conventional cages, depending on the type of antigen. Further parameters for evaluation of the housing systems were the health status regarding plumage, skin and foot condition and claw length and occurrence of parasitic infections. For most parameters investigated here, the data for the hens in the enriched cages were intermediate to those from the floor pen and conventional cages.

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Aus dem Institut für Anatomie1, der Universitätsklinik für Orthopädie für Huf- und Klauentiere2 und dem Institut für Histologie und Embryologie3 der Veterinärmedizinischen Universität Wien sowie aus dem Institut für Anatomie4 der Universität Wien

Stoßbrechende Einrichtungen am Zehenendorgan des Pferdes

H.E. KÖNIG1, R. MACHER1, E. POLSTERER-HEINDL1, C.-M. SORA4, Ch. HINTERHOFER2, M. HELMREICH3 und P. BÖCK3
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 267 - 273

Schlüsselwörter: Anatomie, Zehenendorgan, Hufkissen, Pferd.

Zusammenfassung
Die wichtigsten stoßbrechenden Einrichtungen am Huf des Pferdes befinden sich auf der Fußungsfläche und seitlich am Zehenendorgan. Dabei sind der Strahl, das Hufkissen und die Hufknorpel von besonderer Bedeutung. Die radiergummiähnliche, weiche Konsistenz und der geschlängelte Verlauf der im Hornstrahl befindlichen Hornröhrchen sind für seine Elastizität verantwortlich. Zur Elastizität des Hufkissens tragen locker gefügte, mit saurer Matrix angefüllte Bindegewebsareale, die Hyaluronsäure und Glykosaminoglykane enthalten, bei.

Im Hufkissen gibt es nur wenige elastische Fasern und geringe Fetteinlagerungen mit mechanischen Aufgaben.

Keywords: anatomy, digital cushion cartilages, hoof mechanics.

Summary
Shock absorbtion of the hoof capsule is due to the deformation of the hoof wall, hoof sole and their corresponding laminae. In addition the combination of cartilages, digital cushion, connecting band structures and the frog itself form the important shock absorber of the palmar/ plantar part of the hoof. The digital cushion plays a major role, not only because it covers the very sensitive area of the distal sesamoid bone, the deep digital flexor tendon and the coffin joint, but because it has the size and structure to perfectly reduce any force impact. The digital cushion does not consist of elastic fibres or fatty depositions, it is loosly composed of collagenous fibres with mucous depositions. Their hyaluronic acids and glucoseaminoglycans are well hydrated macromolecules and act as jelly puffers between incoming force and sensitive structures.

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Aus dem Institut für Anatomie der Veterinärmedizinischen Universität Wien

250 Jahre Tiergarten Schönbrunn: Zootiermorphologie als Forschungsrichtung am anatomischen Institut der Wiener Veterinärmedizinischen Schule

E. BAUER, G. FORSTENPOINTNER, G. E. WEISSENGRUBER und D. WILLROIDER
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 274 - 284

Schlüsselwörter: Veterinärgeschichte, Tiergarten Schönbrunn, Zootier, Morphologie, Wien.

Zusammenfassung
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Zootier“ wurde bis zum 19. Jahrhundert einerseits von Forscherpersönlichkeiten aus dem Gebiet der vergleichenden Anatomie, andererseits von den nach zoologischtaxonomischen Kriterien geführten Sammlungen der naturhistorischen Museen getragen. Tierleichen aus der kaiserlichen Menagerie zu Schönbrunn fanden dem entsprechend Aufnahme im damaligen Hof-Naturalienkabinett, dem Vorläufer des heutigen Naturhistorischen Museums in Wien. An der anatomischen Lehrkanzel der Wiener Veterinärmedizinischen Schule wurden im 3. Viertel des 19. Jahrhunderts unter Franz Müller (Professor für Zootomie 1849 - 1889) erstmals vergleichend-anatomische Forschungen angestellt, für die das Untersuchungsmaterial aus dem Tiergarten Schönbrunn bezogen wurde. Eine zweite Phase intensiver Auseinandersetzung mit der Morphologie von Zootieren durch Anatomen der damaligen Tierärztlichen Hochschule Wien ist in den Jahren 1930 bis 1945 faßbar. Verantwortlich für diese Entwicklung waren einerseits Otto Antonius (Direktor des Tiergartens Schönbrunn 1925 - 1945), andererseits Otto Krölling (Professor für Systematische und Topographische Anatomie 1931 - 1945) sowie dessen Assistent Wilhelm Lechner. In dieser Zeit entstanden auch erste Röntgendarstellungen zur Zootieranatomie am neugegründeten Röntgeninstitut der Wiener Tierärztlichen Schule. Seit 1995 stellt die vergleichende Morphologie wieder einen intensiv betriebenen Forschungsbereich am Institut für Anatomie der Veterinärmedizinischen Universität Wien dar und wird von der Arbeitsgruppe für Vergleichende Morphologie und Archäozoologie in enger Zusammenarbeit mit dem Tiergarten Schönbrunn und verschiedenen in- und ausländischen Forschungseinrichtungen getragen.

Keywords: veterinary history, Vienna Zoo, zoo animal, morphology, Vienna.

Summary
Till the 19th century scientific research, dealing with zoo animal morphology was carried out exclusively by comparative anatomists and taxonomists of naturalistic collections. Hence, carcasses of deceased exotic animals from the imperial Schoenbrunn menagerie usually were forwarded to the Hof-Naturalienkabinett, the predecessor of today's Museum of Natural History Vienna. At the Viennese school of veterinary medicine Franz Müller (professor of zootomy 1849 - 1889) initiated morphologic studies in exotic animals, using carcasses from the Schoenbrunn zoo. Between 1930 and 1945 zoo animal morphology once again became an important issue of Viennese veterinary anatomy, mainly due to the initiatives of Otto Krölling (Professor of Systematic and Topographic Anatomy 1931 - 1945), of his assistant Wilhelm Lechner and Otto Antonius (director of the Schoenbrunn zoo 1925 - 1945). Simultaneously first X-rays of zoo animals were performed at the newly founded institute of veterinary radiology. The establishment, 1995, of a working group on comparative anatomy and archaeozoology at the Institute of Anatomy (University of Veterinary Medicine Vienna), attempts to improve the knowledge on anatomy of zoo animals. The group cooperates with the Schoenbrunn zoo as well as with other Austrian and foreign organizations.

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