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09 2006
INHALT WTM 09+10/2006

J. Friker, D. Possmann Dias und E. Zeiler
Rasseabhängige Besonderheiten in der Zahnaltersschätzung beim (Englischen) Vollblutpferd, Araber (arabisches Vollblutpferd), Traber und Kaltblutpferd
Breeds-based differences in age determination in Thoroughbred, Arab, Trotter and Belgian Draft

H. Hartmann, S. Mohr, S. Thüre und J. Höchel
Einsatz eines Funktionstests zur quantitativen Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) in der Praxis einschließlich Grenzwertbestimmung für die Azotämie beim Hund
Routine use of a renal function test for the quantitative determination of glomerular filtration rate (GFR) including the determination of the cut-off value for azotemia in the dog

A. Eckhoff, H. Reiber, H. Kirbach, A. Uhlig and G. F. Schusser
Cerebrospinal fluid analysis in Equine Borna Disease - a new diagnostic approach to measure intrathecal immune response
Untersuchung des Liquor cerebrospinalis bei Pferden mit Bornascher Krankheit - eine neue Nachweismethode der intrathekalen Immunantwort

R. Kainz 1, P. Kranner, P.-V. Stangl, W. Luf und F. Smulders
Lebensmittelrecht und -kontrolle im Umbruch Teil C: das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz - ein Überblick über die wesentlichstenÄnderungen
Fundamental changes in food legislation; part C: the new Austrian food safety- and consumer protection legislation

S. Wlaschitz, K. Riedelberger und A. Gruber
Goldhaferinduzierte enzootische Kalzinose bei Pferden in der österreichischen Dachstein-Tauern-Region
Yellow oat grass - induced enzootic calcinosis in horses from the Austrian Dachstein - Tauern - Region

E. Mayerhofer, M. Gumpenberger, A. Probst und R. Macher
Röntgenologische Darstellung anatomischer Varianten am Tarsalgelenk des Hundes
Radiographic appearance of anatomical variants of the canine tarsal joint

 

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Aus dem Institut für Tieranatomie I, Ludwig-Maximilians-Universität, München1 und der Bundesanstalt für alpenländische
Landwirtschaft, Institut für Viehwirtschaft und Ernährungsphysiologie der landwirtschaftlichen Nutztiere, Irdning, Österreich1



Rasseabhängige Besonderheiten in der Zahnaltersschätzung beim (Englischen) Vollblutpferd, Araber (arabisches Vollblutpferd), Traber und Kaltblutpferd



J. FRIKER1, D. POSSMANN DIAS1 und E. ZEILER2
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 93 (2006), 218 - 225

Schlüsselwörter: Zahnaltersschätzung, Vollblutpferd, Araber, Traber, Kaltblutpferd.

Zusammenfassung
Basierend auf einer Literaturstudie wird anhand von rasseabhängigen Daten die Zahnaltersschätzung beim Vollblut, Arabischen Vollblut, Traber und dem Belgischem Kaltblut als Überblick dargestellt und diskutiert. In diese Diskussion werden auch die Eckdaten der rasseunabhängigen Zahnaltersschätzung einbezogen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden Angaben, beginnend bei PESSINA (1810) bis heute, über den Durchbruch und Wechsel der Zähne, den Kundenabrieb, die Kundenspur, das Zahnsternchen, die Galvayne-Rinne, den Einbiss, die Zahnbogenform und den Zahnwinkel berücksichtigt. Es zeigte sich, dass die publizierten Daten zum Durchbruch und Wechsel der Schneidezähne bei den angesprochenen Rassen weitgehend übereinstimmen und damit für die Zahnaltersschätzung aussagekräftig sind. Hingegen fallen mitunter erhebliche Unterschiede bei den Angaben zu abriebsbedingten morphologischen Veränderungen wie beispielsweise Reibeflächenform, Galvayne-Rinne, Zahnwinkel oder Zahnbogenform auf. Somit dienen diese Merkmale mehr zur Eingrenzung von Altersabschnitten, nicht aber dazu, definierte und wissenschaftlich gesicherte Angaben zum Alter der Tiere zu erheben. In dieser Arbeit werden Möglichkeiten und Grenzen der Zahnaltersschätzung angesprochen und diskutiert.

Keywords: breeds-based differences in age determination, Thoroughbred, Arab, Trotter, Belgian Draft.

Summary
Breeds-based differences in age determination in Thoroughbred, Arab, Trotter and Belgian Draft

Based on a review of the literature we completed a survey dealing with age determination in horses. Data on dental aging, starting from PESSINA (1810), were collected and compared. The main focus of our analysis was variation caused by differences between breeds of horses. In this study the considered breeds were: Thoroughbred, Arab, Trotter and Belgian Draft. The markers we looked at were time of teeth-change (from milk teeth to adult teeth), and certain morphological transformations of the teeth. Morphological transformations included changes which affect the cups and dental star, disappearance of marks, changes of shape of occluseal surfaces, direction of upper and lower incisor, and changes of the occluseal arrow. Comparing the data, we believe that information dealing with the time of teeth-change was meaningful because the data in several papers were very similar or even identical. However, specifications on morphological appearances or changes are sometimes very different in various papers so that this kind of age determination can be used only to give an approximate age, not to give an exact age. In this study a review of relevant data dealing with dental age determination depending on the differences found in various horse breeds is given. Possibilities and limits of this kind of age determination are shown and discussed so that horse experts can easily get this information which is normally distributed in many publications.

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Aus dem Institut für Veterinär-Physiologie, Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin1, und dem Vet Med Labor GmbH Ludwigsburg2



Einsatz eines Funktionstests zur quantitativen Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) in der Praxis einschließlich Grenzwertbestimmung für die Azotämie beim Hund

H. HARTMANN1, S. MOHR1, S. THÜRE2 und J. HÖCHEL1
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 93 (2006), 226 - 234

Schlüsselwörter: Hund, Nieren, glomeruläre Filtrationsrate (GFR), Azotämie, Grenzwert, renaler Funktionstest, Praxis.

Zusammenfassung:
Die Früherkennung von Nierenfunktionsstörungen noch im subklinischen Stadium (=präazotämisch) ist bisher beim Hund anhand klinischer Symptome einschließlich labordiagnostischer Parameter in der Praxis kaum möglich. Andererseits ist eine möglichst frühzeitige Diagnostik der renalen Malfunktion für die Einleitung von Therapiemaßnahmen dringend geboten.

Unter Praxisbedingungen prüften wir einen renalen Funktionstest zur quantitativen Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) bei 232 Hunden (Alter: 7,8 [4,0-9,6] Jahre [=Median (1.-3. Quartil]) beiderlei Geschlechts und unterschiedlicher Rassen. Die funktionelle Basis des Testverfahrens bildet eine modifizierte Plasma- Clearance von exogenem Kreatinin. Außerdem ermittelten wir mit Hilfe der ROC-Analyse diagnostisch begründete Grenzwerte des endogenen Serumkreatiningehaltes für definierte Azotämien. Von den insgesamt eingesandten Proben gelangte in 212 Fällen (91,4 %) der Test standardgemäß zum Einsatz und konnte ausgewertet werden. Häufigste Gründe für die Durchführung des Tests waren (1) Verdacht auf Nierenfunktionsstörung und (2) Routineuntersuchung älterer sowie rasseprädisponierter, jüngerer Hunde. Für nicht-azotämische Tiere (Serum-[Kreatininendo] ≤144μmol/l) mit Verdacht auf renale Malfunktion ermittelten wir neben physiologischen Daten auch subnormale GFRWerte von durchschnittlich 82 (67-96) % der Norm. Bei nierenkranken Tieren mit geringer, mittlerer und hochgradiger Azotämie (Serum-[Kreatininendo] von 145-180, 181- 440 und >440 μmol/l) war die dazugehörige GFR auf 45 (37-50) %, 20 (14-22) % und 14 (11-19) % gegenüber der Norm zunehmend und deutlich abgefallen. Für die Diagnose einer Azotämie beim Hund empfehlen wir als unteren Grenzwert eine endogene Serumkreatininkonzentration von 145 μmol/l. Eine solche Azotämie reflektiert die Verminderung der GFR auf <40 % der Norm. Als Qualität dieser diagnostischen Aussage ermittelten wir die Sensitivität mit 89 % und die Spezifität mit 97 %.

Keywords: dog, kidneys, glomerular filtration rate (GFR), azotemia, cut-off value, renal function test, practice.

Summary
Routine use of a renal function test for the quantitative determination of glomerular filtration rate (GFR) including the determination of the cut-off value for azotemia in the dog

Introduction
Until recently, the early diagnosis of renal disease was not possible in the routine veterinary practice before the azotemic phase occurs. On the other hand, it is well known that the earlier the treatment of chronic renal disease starts the better the survival rate and time of the patients. The diagnostically difficult situation is further complicated by a great variability of reference values of the endogenous creatinine concentration published for assessing a patient as being azotemic. In addition, it is not well established how much of the renal function is lost at certain stages of azotemia. The aim of the present study was to elucidate these topics.

Material and methods
The glomerular filtration rate (GFR) was quantitatively determined in 232 dogs in different veterinary practices. The dogs were 7.8 (4.0-9.6) years old (=median [1st-3rd quartil]), of both sexes and of different breeds. GFR was determined with the method of the modified plasma clearance of exogenous creatinine. A reference limit of the endogenous creatinine concentration for the assessment of azotemia was based on a ROC analysis. 88 additional dogs (age: 5.0 [2.0-8.0] years) were included into this part of the study.

Results
212 of all tests for GFR determination (91.4 %) could be analysed and evaluated. Major reasons for carrying out the diagnostic test were (1) suspected renal disease and (2) routine evaluation of elderly as well as younger dogs predispositioned because of their breed. In non-azotemic dogs (endogenous serum creatinine concentration ≤144 μmol/l) with suspected renal disease, physiological and subnormal GFR values were determined (GFR = 82 [67-96] % of the test specific reference value [=normal]). GFR was 45 (37-50) %, 20 (14-22) % and 14 (11-19) % of normal in patients with mild (endogenousAltersverteiserum creatinine 145-180 μmol/l), moderate (181-440μmol/l) and severe renal disease (>440 μmol/l), respectively. Reductions of GFR to ≤40 % of normal were detected with a diagnostic sensitivity of 89 % and a specifity of 97 % when an endogenous serum creatinine concentration of >144 μmol/l was defined as azotemia (reference limit).

Conclusion
The method of the modified plasma clearance of exogenous creatinine is a useful test for the diagnosis of subclinical renal malfunction as well as for the quantitative assessment of remaining renal function in already diagnosed renal disease. Endogenous serum creatinine concentrations>144 μmol/l should be considered as azotemic. The GFR is then ≤40 % of normal.

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Aus der Medizinischen Tierklinik1 der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig und dem Neurochemischen Labor2 der Universität Göttingen

Cerebrospinal fluid analysis in Equine Borna Disease - a new diagnostic approach to measure intrathecal immune response

A. ECKHOFF1, H. REIBER2, H. KIRBACH1, A. UHLIG1 and G. F. SCHUSSER1
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 93 (2006), 235 - 243

Keywords: horse, cerebrospinal fluid, albumin quotient, immunoglobulin quotients, intrathecal synthesis.

Summary
Cerebrospinal fluid (CSF) and serum analysis are routinely used to detect a variety of neurologic diseases. In this study, we employed the detection of an intrathecal humoral or cellular immune response to confirm Borna Disease (BD) in 33 horses: this disease was then established immunohistologically in all horses post mortem. The protein data of CSF and serum for albumin, IgG, IgA and IgM were evaluated numerically and graphically as CSF/serum quotients and intrathecally synthesized Ig fractions (IgIF) were calculated using CSF/serum quotient diagrams. The leukocyte cell count in the CSF in horses with BD (22.5/μl, median) was significantly increased in comparison to neurologically normal horses (2/μl, median). 8/33 horses (24.2 %) had evidence of a blood-CSF barrier dysfunction (QAlb >12 x 10-3). The number of increased Ig indices (31/33 = 93.9 %) in horses with BD on the basis of the defined cut-off values was higher than for increased intrathecal Ig fractions (27/33 = 81.8 %). The higher frequencies detected by the linear index evaluation have to be discussed as false positive interpretations of the quotient data. Intrathecal Ig-synthesis was determined in the BD horses with the help of a Reibergram and showed a IIIclass synthesis (IgG, IgM, IgA) in 6/33 horses, a II-class synthesis in 7/33 horses (i.e., 1/7 with IgG und IgM, 5/7 with IgG and IgA, 1/7 with IgM and IgA), and a I-class synthesis in 14/33 horses (i.e., 7/14 with IgG and 7/14 with IgM). Based on these results, there was no typical pattern of a predominant immunoglobulin class reaction, that is, a dominance of one immunoglobulin over the others (i.e., IgA>IgG>IgM). In 6/33 horses, no Ig-class synthesis could be established. Based on the data collected from these 33 horses with regard to the production of IgG, IgA, and IgM, immunoglobulin class reaction patterns were established for the horse as previously determined in the field of human neurology. This innovative method of analyzing immunoglobulin class reactions in suspected cases of Borna Disease sheds new light on previous interpretations of the linear IgG, IgA, and IgM index values.We propose the establishment of immunoglobulin class patterns to differentiate neurologic diseases that include intrathecal Ig synthesis (such as Borna Disease or Equine Protozoal Myeloencephalitis) from those diseases which result only in a barrier dysfunction (such as EHV-1).

Schlüsselwörter: Pferd, Liquor cerebrospinalis, Albuminquotient, Immunglobulinquotient, intrathekale Synthese.

Zusammenfassung
Untersuchung des Liquor cerebrospinalis bei Pferden mit Bornascher Krankheit - eine neue Nachweismethode der intrathekalen Immunantwort Die Untersuchung von Liquor cerebrospinalis und Serum führen zum Nachweis von verschiedenen neurologischen Krankheiten. Die neuroimmunologische humorale Reaktion verläuft nicht nach dem serologischen Muster mit initialer IgM- und nachfolgender IgG-Reaktion während eines akuten entzündlichen Prozesses. Dieser Wechsel von der IgM- zur IgG-Klassenreaktion wird im Liquor nicht beobachtet, sondern die humorale Immunreaktion reagiert mit einem relativ konstanten Muster der IgG-, IgA-, IgM-Klassenreaktionen, die krankheits- oder erregerbezogen sind. In dieser Studie wurde die intrathekale humorale und zelluläre Immunantwort bei 33 bornakranken Pferden untersucht, bei denen die Bornasche Krankheit post mortem immunhistologisch bestätigt wurde. Die Leukozytenzellzahl der bornakranken Pferde im Liquor cerebrospinalis lag bei einem Medianwert von 22,5/μl und war somit signifikant höher als der Medianwert (2/μl) der Pferde ohne neurologische Krankheiten. Auch bei normaler Zellzahl und Proteinkonzentration im Liquor sind der erhöhte Albuminquotient und die Immunklassenreaktionen zu untersuchen, um eine entzündliche neurologische Erkrankung im ZNS zu erfassen. 8 von 33 (24,2 %) bornakranken Pferden hatten eine Störung der Blut-Liquor-Schranke (QAlb >12 x 10- 3). 31/33 (93,9 %) der bornakranken Pferde hatten einen erhöhten Ig-Index zumindest in einem Immunglobulin, aber nur bei 27/33 (81,8 %) war eine intrathekale Immunglobulinsynthese nachweisbar. Die höhere Pferdeanzahl mit höherem linearen Ig-Index gegenüber den Fällen mit intrathekaler Ig-Synthese wird falsch positiv interpretiert. Die intrathekale Ig-Synthese wurde bei den bornakranken Pferden mit Hilfe des Reibergrammes dargestellt und ergab bei 6/33 eine IIIKlassen- Reaktion (IgG, IgM, IgA), bei 7/33 eine II-Klassen- Reaktion (1/7 mit IgG und IgM, 5/7 mit IgG und IgA, 1/7 mit IgM und IgA) und bei 14/33 eine I-Klassen-Reaktion (7/14 mit IgG und 7/14 mit IgM). Bei 6/33 Pferden konnte keine Ig- Klassen-Reaktion nachgewiesen werden. Eine Dominanz eines Ig gegenüber anderen (z.B. IgA>IgG>IgM) konnte nicht nachgewiesen werden. Diese Methode erlaubt, wie in der Humanmedizin durchgeführt, eine Unterscheidung zwischen neurologischen Krankheiten mit intrathekaler Ig-Synthese (Bornasche Krankheit und Equine Protozoal Myeloencephalitis) von solchen mit Blut-Liquor-Schranken-Störung
(EHV-1).

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Aus dem Institut für Fleischhygiene, Fleischtechnologie und Lebensmittelwissenschaft (Department für Öffentliches Gesundheitswesen in der Veterinärmedizin)1 der Veterinärmedizinischen Universität Wien und aus dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen2

Lebensmittelrecht und -kontrolle im Umbruch Teil C: das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz - ein Überblick über die wesentlichsten Änderungen


R. KAINZ1, P. KRANNER2, P.-V. STANGL2, W. LUF1 und F. SMULDERS1
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 93 (2006), 244 - 252

Schlüsselwörter: Lebensmittelrecht, amtliche Kontrolle, Schlachttier- und Fleischuntersuchung, Eigenverantwortung des Lebensmittelunternehmers.

Zusammenfassung:
In diesem Beitrag wird das neue österreichische Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz imÜberblick dargestellt, wobei das Zusammenwirken zwischen der amtlichen Kontrolle und der Eigenkontrolle der Lebensmittelunternehmer im Mittelpunkt steht.

Keywords: food safety legislation, official control, ante - and post mortem inspection, food business operator´s responsibility.

Summary
Fundamental changes in food legislation; part C: the new Austrian food safety- and consumer protection legislation

This contribution provides an overview of the new Austrian food safety- and consumer protection legislation, emphasizing the synergies between the official control and the food operator´s self control.

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Aus der Klinik für Interne Medizin und Seuchenlehre1 (Klinisches Department für Kleintiere und Pferde) und dem Institut für Pathologie und Gerichtliche Veterinärmedizin2 (Department für Pathobiologie) der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Goldhaferinduzierte enzootische Kalzinose bei Pferden in der österreichischen Dachstein-Tauern-Region


S. WLASCHITZ1, K. RIEDELBERGER1 und A. GRUBER2
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 93 (2006), 253 - 258

Schlüsselwörter: Pferd, Goldhafer, Kalzinose, Österreich.

Zusammenfassung:
Es wird über 3 Fälle einer Goldhaferintoxikation bei Pferden aus der österreichischen Dachstein - Tauern - Region berichtet. Die Tiere zeigten vermehrtes Liegen, Bewegungsunwillen, ein steifes Gangbild, wechselndes trippelndes Entlasten aller 4 Extremitäten und einen Palpationsschmerz im Bereich der Beugesehnen der Vorderextremitäten. Labordiagnostisch fielen eine Anämie und Hyperphosphatämie, Erhöhung der Kreatinkinase sowie in je einem Fall eine Erhöhung des Kreatinins und der alkalischen Phosphatase auf. Die Obduktion eines Tieres bestätigte die klinische Verdachtsdiagnose einer goldhaferinduzierten generalisierten Kalzinose. Eine Heuanalyse wies einen Goldhaferanteil von über 50 % nach.

Keywords: horse, yellow oat grass, calcinosis, Austria.

Summary
Yellow oat grass - induced enzootic calcinosis in horses from the Austrian Dachstein - Tauern - Region

Intoduction and anamnesis
This paper describes 3 cases of yellow oat grass intoxication in horses from the Austrian Dachstein - Tauern - Region. The horses demonstrated prolonged periods of lying down, reluctance to move, stiff movement, kyphosis, constant weight shifting of all 4 legs, body mass loss despite good appetite and showed painful aversion to pressure on the digital flexor tendons in both front legs.

Diagnostic measurements
Laboratory examinations revealed mild to moderate anemia, hyperphosphatemia, an increased fractional excretion of phosphor, increased creatinkinase and, in one case respectively, an increased creatinine and an increased alkaline phosphatase. Lateromedial radiographs of the metacarpal region indicated local streaky patches of calcinosis in the digital flexor tendons as well as diffuse calcifications of the soft tissue in the region of the carpal joint.

Diagnosis, therapy and outcome
2 horses returned to their owner without treatment and improved to some degree when their feed was changed to yellow oat grass - free roughage, one horse was euthanized and subjected to a post-mortem examination. The necropsy verified a generalised calcinosis with emphasis on calcification of large vessels, musculus interosseus and, to some degree, renal tubuli and lung. A hay analysis revealed a content of more than 50 % yellow oat grass. Treatment options include a change of feed, symptomatic medication with nonsteroidal antiphlogistics or glucocorticoids as well as continuous rate infusions and diuretics to lower possible serum hypercalcaemia.

Conclusion
This case report would like to point out yellow oat grass intoxication as an important differential diagnosis in some regions of Austria.

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Aus dem Klinischen Department für Bildgebende Diagnostik, Infektions- und Laboratoriumsmedizin, Klinik für Bildgebende Diagnostik1 und dem Department für Pathobiologie, Institut für Anatomie2, der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Röntgenologische Darstellung anatomischer Varianten
am Tarsalgelenk des Hundes


E. MAYRHOFER1, M. GUMPENBERGER1, A. PROBST2 und R. MACHER2
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 93 (2006), 259 - 268

Schlüsselwörter: Hund, Tarsalgelenk, Röntgen, Computertomographie, Variante, Anatomie.

Zusammenfassung:
Bei 32 Hunden (18m, 14w) konnten im Röntgenbild zusätzliche Knochen und Formvarianten an der medialen Kontur des Os tarsi centrale sowie ein unterschiedlich ausgebildetes Skelett der Wolfskralle nachgewiesen werden. Die jüngsten Tiere waren 8 Wochen alt. Es waren vorwiegend große Hunderassen betroffen. Am häufigsten wurden diese Varianten bei Rottweilern und Deutschen Schäferhunden gesehen. 4 Extremitäten wurden einer CT-Untersuchung, 5 einer anatomischen Präparation unterzogen. Die mediale Zubildung dürfte durch die Fusion eines eigenen Knochenkernes mit dem Os tarsi centrale entstehen. Die Varianten scheinen keine klinischen Beschwerden zu verursachen.Wolfs- bzw. Afterkrallen könnten eine funktionelle Verstärkung bei Extrembelastung der Hinterextremität verschiedener Schäfer- und Hütehunde darstellen; derzeit werden sie meist als unerwünschte Atavismen kurz nach der Geburt entfernt.

Keywords: dog, tarsus, radiology, computed tomography, variants, anatomy.

Summary
Radiographic appearance of anatomical variants of the canine tarsal joint

Introduction
Variants and supernumerous bony structures medial to the os tarsi centrale as well as various appearances of the first metatarsus and phalanx are sometimes seen in routine radiographs.They may be misinterpreted as fractures or foreign bodies although rarely causing lameness.

Material and methods
Mediolateral and dorsoplantar radiographs of tarsal joints in 32 dogs (18 male, 14 female) with already mentioned malformations were reevaluated. 4 legs underwent additional computed tomographic examination and 5 were dissected anatomically. The different variants were described in detail, listed and classified.

Results
Mostly large breeds were affected, the youngest dogs were 8 weeks old. Most variants were found in Rottweilers and German Shepherd Dogs.Dogs with a bony incus-shaped spur originating medial at the central tarsal bone were classified as type 1 (26 tarsal joints). Dogs grouped as type 2 had a medially positioned triangular additional bone that may originate from an additional but fused apophysis of the central tarsal bone (14 joints). All other variants of additional smaller bones and parted metatarsal bones of the first phalanx were classified as type 3 (11 joints).

Conclusion
These variants seem to cause no disorders. An existing first metatarsus and phalanx may act as a stabilisator in herding or shepherd dogs; today these additional phalanges represent undesired atavisms and are removed immediately after birth in the majority of cases.

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