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INHALT WTM 8/2003

E. Razzazi-Fazeli, J. Böhm, A. Adler und J. Zentek:
Fusarientoxine und ihre Bedeutung in der Nutztierfütterung: eine Übersicht
Fusarium mycotoxins and their significance in animal husbandry

M.-E. Krautwald-Junghanns, S. Emmelmann, M. Pees und Th. Bartels:
Vergleichende Untersuchungen am Bewegungsapparat von gebogenen Positur- und Farbkanarienvögeln
Comparative investigations on the locomotor system in type and coloured canaries

B. Martinek, J. Huber, H. Weinberger und J. Kofler:
Fibropapillom am Oberarm einer Fleckviehkuh: ein Fallbericht
Fibropapilloma on the elbow of a Simmental cow

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Aus dem Institut für Ernährung1 der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit2, Agrarbiologie Linz

Fusarientoxine und ihre Bedeutung in der Nutztierfütterung: eine Übersicht

E. RAZZAZI-FAZELI1, J. BÖHM1, A. ADLER2 und J. ZENTEK1
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 202 - 210

Schlüsselwörter: A-Trichothecene, B-Trichothecene, Zearalenon, Fumonisine, Moniliformin, Nutztierfütterung.

Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit werden die wichtigsten Fusarientoxine der Reihe A-Trichothecene, B-Trichothecene, Zearalenon, Fumonisine und Moniliformin diskutiert. Ihre Bedeutung in der Nutztierfütterung sowie unterschiedliche toxische Wirkungen der genannten Schimmelpilzgifte werden präsentiert. Unter dem Aspekt der Lebensmittelsicherheit werden die Möglichkeiten einer Kontamination der Lebensmittel tierischer Herkunft mit diesen Toxinen und deren „Carry over“ besprochen. In Österreich hat die Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaftlicher Versuchsanstalten (ALVA) für Deoxynivalenol und Zearalenon im Nutztierfutter ein Richtwerteschema erstellt. Dieses sieht maximal 0,5 mg Deoxynivalenol je kg Futter (88% Trockenmasse, TM) für Schweine, 1 mg /kg für Mastrinder, Legehühner, Mastputen und Zuchtgeflügel sowie 2 mg/kg für Masthühner vor.

Für Zearalenon gelten folgende Empfehlungen: 0,05 mg/kg Futter (88% TM) für präpubertäre weibliche Zuchtschweine und 0,15 mg/kg für Mastschweine bzw. Zuchtsauen. Für Rinder hat die ALVA keine Zearalenonrichtwerte empfohlen.

Weiters werden die oben genannten Richtwerte, die deutschen Orientierungswerte für Fusarientoxine im Futter sowie die kanadischen bzw. U.S. amerikanischen Empfehlungen miteinander verglichen.

Keywords: A-trichothecenes, B-trichothecenes, zearalenone, fumonisins, moniliformin, animal nutrition.

Summary
The contamination of grain with fusarium toxins is a problem worldwide. This paper presents a comparison of the main toxins of the Fusarium species, specially A- and Btrichothecenes, zearalenone, fumonisins and moniliformin. Their toxic effects and characteristic clinical symptoms in domestic animals, as well as their carry over into foods of animal origin, are presented and discussed. Furthermore, their relevance in feeding practice and on animal health is described. The maximum level recommended in Austria for deoxynivalenol in animal feed is 0.5 mg of deoxynivalenol per kg feed (88% DM) for swine. For beef cattle, laying hens, turkey and breeding poultry it is 1 mg /kg and for broilers 2 mg/kg. These recommended levels are presented and discussed. Furthermore, the Austrian levels for zearalenone as 0.05 mg/kg feed (88% DM) for prepubertal female swine, and 0.15 mg/kg for fattening pigs and breeding sows are also given and discussed. There are no maximum values recommended for zearalenone concentration in feed for beef or poultry in Austria. Additionally, the recommended maximum levels of these toxins for animal feed in different countries such as Austria, Germany, Canada and USA are compared and discussed.

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Aus der Professur für Vogelkrankheiten der Klinik für Kleintiere der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig

Vergleichende Untersuchungen am Bewegungsapparat von gebogenen Positur- und Farbkanarienvögeln

M.-E. KRAUTWALD-JUNGHANNS, S. EMMELMANN, M. PEES und Th. BARTELS
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 211 - 219

Schlüsselwörter: Positurkanarien, Farbkanarien, Tierschutz, Zucht.

Zusammenfassung
Im Rahmen eines veterinärmedizinischen Sachverständigengutachtens sollte der Tierschutzrelevanz der Zucht sogenannter gebogener Positurkanarien der Rassen Gibber Italicus, Südholländer und Bossu Belge nachgegangen werden. Hierzu wurden 33 lebende Positurkanarien und - zum Vergleich - 23 Farbkanarien für den Zeitraum von 9 Monaten zur Verfügung gestellt. Die Untersuchung des Bewegungsapparates am relativ kleinen, lebenden Vogel gestaltete sich dabei schwierig und wurde mittels ausführlicher klinischer Untersuchung, Beobachtung der Bewegungsabläufe und konventioneller Röntgendiagnostik durchgeführt.Trotz eingeschränkter Methodik und schwieriger Auswertung zeigten die durchgeführten Untersuchungen sowohl im Exterieur als auch in der Körperhaltung und im Verhalten deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Positur- und Farbkanarien auf. Die festgestellten Veränderungen waren bei der Rasse Gibber Italicus dabei am deutlichsten ausgeprägt. Insbesondere für diese Rasse konnte so eine Beeinträchtigung des artgemäßen Gebrauchs der Hintergliedmaße postuliert werden. Für die täglichen Bewegungsabläufe hatte die steile Körperstellung der Gibber Italicus und der Südholländer Auswirkungen und behinderte teilweise grundlegende Verhaltensabläufe.

Die Unterschiede zwischen Farbkanarien und solchen der Rasse Bossu Belge erschienen dagegen deutlich geringer; diesen Vögeln konnte so ein weitgehend arttypisches Verhalten zuerkannt werden.

Keywords: type canaries, coloured canaries, animal welfare, breed.

Summary
In the present project within the context of a veterinarian expert´s opinion different birds of the family Carduelidae were examined, in particular so-called type canaries (Gibber Italicus, South Dutch Frilled and Belgian Canary) as well as standard coloured canaries for comparison. For this reason 33 type and 23 coloured canaries were given to our institute by different breeders for an investigation period of 9 months. The pecularities of the type canaries are their deviating body attitude, whereby in extreme cases the animals sit with the tarsal joints fully straightened on their perch. A partial aspect of the investigations was therefore the evaluation of the locomotor apparatus under aspects of animal welfare. The execution of the methods undertaken in these relatively small living birds proved to be difficult and was finally done by thorough clinical examination, adspection of motion and conventional radiography. Inspite of limited methods and difficult interpretation of the results the investigations showed clear differences between type and coloured canaries; these were most obvious in the Gibber Italicus. In particular for this breed an impairment of the physiological use of the legs could be postulated, the steep body position effecting motion and thus handicapping partly physiological behavior in this race as well as in the South Dutch Frilled Canary.

Only minor differences, however, were seen between coloured and Belgian canaries. Kind-typical behavior could be postulated for this bird to a large extent.

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Aus der II. Medizinischen Universitätsklinik für Klauentiere1, dem Institut für Pathologie und Gerichtliche Veterinärmedizin2und der Klinik für Orthopädie bei Huf- und Klauentieren3 der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Fibropapillom am Oberarm einer Fleckviehkuh: ein Fallbericht

B. MARTINEK1, J. HUBER1, H. WEINBERGER2 und J. KOFLER3
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 220 - 225

Schlüsselwörter: Fibropapillom, Gliedmaße, Ellbogen, Operation, Rind.

Zusammenfassung
Die vorliegende Fallstudie beschreibt die klinischen Befunde und die chirurgische Exzision eines überfußballgroßen Fibropapilloms an der rechten Ellbogenregion einer 3,5 Jahre alten Fleckviehkuh. Das Tier war mit der Anamnese einer seit 2 Jahren bestehenden und zunehmend größer gewordenen Neoplasie zugewiesen worden. Lateral auf Höhe des rechten Ellbogengelenkes war eine sackförmige, anscheinend von der Haut ausgehende Zubildung vorhanden. Diese 3,85 kg schwere Zubildung saß auf einer Fläche von 20 x 18 cm der Haut am Ellbogen breitbasig auf und reichte, bedingt durch die Schwerkraft, nach distal bis zum Karpalgelenk. Die teils höckrige Oberfläche bestand aus einzelnen, papillomartigen, kastanienbis hühnereigroßen Knoten. Unter lokaler Infiltrationsanästhesie wurde eine chirurgische Exzision vorgenommen. Die pathohistologische Untersuchung bestätigte das Vorliegen eines neoplastischen Geschehens, ein Fibropapillom wurde diagnostiziert.

Keywords: fibropapilloma, limb, elbow, surgery, cattle.

Summary
This case report describes the clinical findings and surgical excision of a large fibropapilloma on the right elbow region in a 3.5-year-old Simmental cow. The cow had been referred with the history of a neoplasm of two years duration showing a continuing enlargement. On the lateral aspect of the elbow a tumour nearly spheroid in shape, possibly having its origin in the skin, was diagnosed. This suspected neoplasm weighing 3.85 kg adhered to the subcutaneous tissue with a broad basis in an area of approximately 20 by 18 cm. Owing to its size it was pendulous in the standing cow. The surface of this growth reminded of papilloma-like nodules varying in size from chestnuts to chicken eggs with a carunculated surface. Surgical excision was performed under local anesthesia. Pathohistological examination was consistant with the suspected diagnosis of a neoplasm, the definitive diagnosis of a fibropapilloma was stated.

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