INHALT WTM 08/2002
I. Míšek und K. Witter:
Die ontogenetische Entwicklung des Gebisses beim Großen
Mausohr
(Myotis myotis, Chiroptera)
Odontogenesis in the Large Mouse-eared Bat (Myotis myotis, Chiroptera)
W. Henninger und G. Werner:
CT-Untersuchung des lumbosakralen Überganges von Hunden
in Extension
und Flexion; Tel II: Weichteilfenster
CT of the canine lumbosacral spine in extension - flexion rotation; part
II: soft tissue window
R. Pfleger:
Zum hygienischen Status von Milch und Milchprodukten aus der
Direktvermarktung
The hygienic status of ex farm milk and milk products
Aus dem Labor für Genetik und Embryologie des Institutes für Tierphysiologie
und Genetik der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und aus dem Institut
für Anatomie, Histologie und Embryologie der Veterinärmedizinischen
und Pharmazeutischen Universität Brno
Die ontogenetische Entwicklung des Gebisses beim Großen Mausohr
(Myotis myotis, Chiroptera)
I. MÍŠEK und K. WITTER
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 214 - 219
 Schlüsselwörter:
Zahnentwicklung, pränatale Periode, Embryo, Fledermaus, Säugetiere.
Zusammenfassung
Wir untersuchten die Zahnentwicklung beim Großen Mausohr (Myotis myotis)
im Verlauf der pränatalen (etwa 70 Tage) und frühen postnatalen Periode
der Ontogenese vom Knospen- bis zum Glockenstadium der Zahnkeime. Die Formel
des Milchgebisses lautet Id/2/3, Cd/1/1, Pd/3/3, die des Ersatzgebisses I/2/3,
C/1/1, P/3/3, M/3/3. Die Milchzahnknospen sind ab dem 38. Tag der Ontogenese
nachweisbar, Ersatzzahnknospen ab dem 43. Tag der Ontogenese. Der Durchbruch
des Milchgebisses ist am 1. Lebenstag beendet, des bleibenden Gebisses am 35.
Lebenstag.
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Aus der Universitätsklinik für Röntgenologie der Veterinärmedizinischen
Universität Wien
CT-Untersuchung des lumbosakralen Überganges von Hunden in Extension
und Flexion;Teil II: Weichteilfenster
W. HENNINGER und G. WERNER
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 220 - 226

Schlüsselwörter: Wirbelsäule,
lumbosakral, Verbindung, bildgebende Diagnostik, CT, Schnittbild, Hund, Anatomie.
Zusammenfassung
Da die Darstellung einer lumbosakralen Cauda equina-Kompression mit einer Myelographie
nicht immer möglich ist, wird die Schnittbilduntersuchung (CT und MRT)
in zunehmendem Maße für die Diagnostik herangezogen. Für die
vorliegende röntgenanatomische Grundlagenstudie wurden 12 Hunde (7 Dt.
Schäferhunde, 4 Mischlinge, 1 Rottweiler) verschiedenen Alters und Geschlechts
herangezogen, die zur Computertomographie überwiesen worden waren und
röntgenologisch einen unauffälligen lumbosakralen Übergang aufwiesen.
Die narkotisierten Tiere wurden in Rückenlage mit gestreckten und gebeugten
Hinterextremitäten positioniert. Die Schnittbreite bei der CT-Untersuchung
betrug 2 mm; die Bilder wurden im Knochen- und Weichteilfenster beurteilt.
(Die knöcherne Grundlage wurde im Teil I der Studie beschrieben [HENNINGER
u. WERNER, 2002].)
An Weichteilstrukturen konnte auf allen CT-Bildern der Verlauf der Cauda
equina mit den segmentalen Ästen L6, L7, S1 und S2 verfolgt werden,
sie waren in reichlich Fettgewebe eingelagert. Die Bandscheibe L7 war queroval
und scharf begrenzt angeschnitten, ihre Dorsalfläche konkav oder gerade.
Ligamenta longitudinalia dorsalia und ventralia konnten nicht bei allen Hunden
abgegrenzt werden. Die Ligamenta flava waren hingegen bei allen Hunden darstellbar,
in Extension als dicke weichteildichte Formationen ventral der kleinen Wirbelgelenke,
in Flexion als strichbreite Schatten, die das gesamte Spatium lumbosacrale überdachten.
Nach Kontrastmittelapplikation konnten die Anteile des Plexus vertebralis
internus ventralis in ihrem Zusammenfluß mit der V. intervertebralis über
ihre Verbindung zur V. iliaca communis dargestellt werden. Die venöse
Anastomose stellte sich über eine Länge von 2 bis 8 mm dar.
CT-Bilder des lumbosakralen Überganges erlauben die Identifizierung
aller wesentlichen anatomischen Gebilde und liefern darüber hinaus auch
Hinweise für vermehrt bewegliche Wirbel im Zuge einer lumbosakralen
Instabilität bzw. des Cauda equina-Kompressionssyndroms. Die Anwendung
von Kontrastmittel gestattet durch Darstellung eines erweiterten Plexus bzw.
seiner Anastomose bei sonst unauffälligem Befund eine weitere Differentialdiagnose
als mögliche Ursache eines Cauda equina-Syndroms.
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Aus der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
GmbH, Milchwirtschaft Wolfpassing
Zum hygienischen Status von Milch und
Milchprodukten aus der Direktvermarktung
R. PFLEGER
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 227 - 236

Schlüsselwörter: Milch, Milchprodukte,
Direktvermarktung, Hygiene, Qualität.
Zusammenfassung
Im Rahmen eines Projektes wurden in den Jahren 1997 - 2000 insgesamt 880 Proben
von Milch und Milchprodukten (Rohmilch [92], pasteurisierte Trinkmilch [73],
Milchmischgetränke [119], Frischkäse aus pasteurisierter Milch [41],
Frischkäse aus Rohmilch [74], Joghurt und Fruchtjoghurt [153], Butter
aus Rohrahm [61], Schnittkäse aus pasteurisierter Milch [24], Schnittkäse
aus Rohmilch [130] sowie Schafkäse und Schafmischkäse aus Rohmilch
[113]), welche von 40 Produzenten stammten, periodisch untersucht.
Zur Beurteilung der hygienischen Qualität wurden in Abhängigkeit
von der Produkttype die Parameter Gesamtkeimzahl, Keimzahl nach Vorbebrütung,
Coliforme, E. coli, Staphylokokken sowie Hefen und Schimmelpilze erfaßt.
Es zeigte sich, daß eine nahezu 100%ige hygienische Qualität nur
bei den Produktgruppen Joghurt und Schnittkäse aus pasteurisierter Milch
gegeben war, während bei allen übrigen Produkten der Prozentsatz der
einwandfreien Proben zwischen 50 und 90 lag.
Die Untersuchungen ergaben ferner, daß es deutliche Unterschiede im Hygienebewußtsein
der Produzenten gab. Bei einigen Erzeugern konnte trotz begleitender Beratung
und Schulung keine Verbesserung der hygienischen Qualität der Produkte
erzielt werden.
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