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INHALT WTM 07+08/2010

M. C. MUELLER, B. A. BOCKSTAHLER and J. G. THALHAMMER
An investigation into the use of TCM pattern differentiation in the canine and feline species with respect to the somato-visceral reflex in Western medicine using a double blind method of evaluation
Doppel-Blind Studie zur Überprüfung der Übereinstimmung der TCM Diagnostik mit der westlichen Diagnostik bei Hund und Katze mit besonderem Augenmerk auf den somato-viszeralen Reflex

K. MAIER, M.LÖWENSTEIN, G. DUSCHER, M. LESCHNIK und A. JOACHIM
Angiostrongylus vasorum, der "Französische Herzwurm": auch ein Problem in Österreich?
Angiostrongylus vasorum, the "French Heartworm": also a problem in Austria?

F. FORTERRE, D. GORGAS, A. JAGGY and K. RAITH
Suspected paradoxical nerve root signature in a dog with right-sided intervertebral lumbar disk extrusion: a case report
Nervenwurzel-Zeichen bei einem Hund mit Bandscheibenherniation (Fallbericht)

P. SCHAWALDER, E. DIETSCHI, und H. STICH
Kongenitale und erworbene Anomalien im Bereich der Schwanzwirbelsäule beim Hund
Congenital and acquired malformations of coccygeal vertebrae in dogs

J. OETTL, K. SCHÖPF, M. MATT, M. DÜNSER, G. AUER, G.WOLF und G. BREM
Fortschritte bei der Eradikation der Bovinen Virus Diarrhoe (BVD) mit Ohrgewebe- und Blutuntersuchungen im Bundesland Tirol
Progress in the eradication of bovine virus diarrhea (BVD) using tissue samples and blood tests in the state of Tyrol

J. CSOKAI, A. FUCHS-BAUMGARTINGER, G. MAASS and A. JOACHIM
Detection of Encephalitozoon cuniculi-infection (strain II) by PCR in a cat with anterior uveitis
Nachweis einer Encephalitozoon cuniculi-Infektion (Stamm II) mittels PCR bei einer Katze mit Uveitis anterior


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From the Clinic for Surgery, Ophthalmology and Dentistry and the Clinic for Internal Medicine, Clinical Department for Small Animals and Horses, University of Veterinary Medicine Vienna

An investigation into the use of TCM pattern differentiation in the canine and feline species with respect to the somato-visceral reflex in Western medicine using a double blind method of evaluation



M. C. MUELLER, B. A. BOCKSTAHLER and J. G. THALHAMMER
Wien. Tierärztl. Mschr. - Vet. Med. Austria 97 (2010), 166 - 170

Keywords: acupuncture, Shu- and Mu-points, small animal, diagnostic tool, comparison, Western diagnosis.

Summary
The aim of the study was to evaluate the level of reactivity of "Shu" and "Mu" points ascertained during a TCM examination, and to evaluate the findings with respect to Western internal organ function. In a blinded study, 40 animals (23 dogs and 17 cats) with different diseases were included. The animals were presented at the Clinic for Internal Medicine, University of Veterinary Medicine, Vienna. In all animals the Back Transporting points ("Shu Points") and the Front Collecting points ("Mu Points") were examined by an IVAS certified veterinarian acupuncturist without knowledge of the complaint, history or physical exam and before any treatment was started. The Western diagnosis was made by veterinarians of the Clinic for Internal Medicine and compared to the Shu- and Mu-point diagnosis. Being aware of missing important information by making a TCM diagnosis only by palpating these points, we decided to do so for a better comparability. We hypothesized that the relative chance to confirm an Eastern Diagnosis by means of the Western Medicine would be over 0.9. The heart/pericardium, and the stomach represented the most frequent correlations of TCM pattern and Western disease. In this study preliminary results of the comparability of TCM based diagnosis and Western diagnosis are presented. This study is a step on the way to put the ancient knowledge of traditional Chinese medicine on an evidence based level.

Schlüsselwörter: Akupunktur, Shu- und Mu-Punkte, Kleintiere, diagnostische Mittel, Vergleich, westliche Diagnostik.

Zusammenfassung
Doppel-Blind Studie zur Überprüfung der Übereinstimmung der TCM Diagnostik mit der westlichen Diagnostik bei Hund und Katze mit besonderem Augenmerk auf den somato-viszeralen Reflex

Das Ziel der vorliegenden Studie war die Evaluierung des Reaktionslevels von "Shu" und "Mu" Punkten während der TCM Untersuchung und die Gegenüberstellung zu Organpathologien, die nach westlichen Gesichtspunkten festgestellt wurden. In die verblindete Studie wurden 40 Tiere (23 Hunde und 17 Katzen) mit unterschiedlichen Erkrankungen eingeschlossen. Bei den Tieren, die an der Klinik für Interne Medizin der Veterinärmedizinischen Universität Wien vorgestellt worden waren, wurden die Zustimmungspunkte ("Shu Punkte") und Alarmpunkte ("Mu Punkte") durch eine IVAS zertifizierte Akupunkteurin untersucht. Die Untersucherin war weder über den Grund der Vorstellung und die Vorgeschichte noch über klinische Untersuchungsergebnisse informiert und untersuchte die Tiere vor Behandlungsbeginn. Die westliche Diagnose wurde durch Veterinärmediziner der Klinik für Interne Medizin gestellt. Im Anschluss daran wurden die beiden Untersuchungsergebnisse verglichen. Die Autoren sind sich der Tatsache bewusst, dass durch die alleinige Punktpalpation wertvolle Informationen der TCM Diagnostik außer Acht gelassen werden, trotzdem wurde diese Methode gewählt, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die Hypothese, dass die relative Wahrscheinlichkeit einer Übereinstimmung zwischen westlicher und TCM Diagnose bei über 0,9 liegt, konnte für keines der Organsysteme bestätigt werden. Für die Organe Herz/ Perikardium und Magen war die Übereinstimmung am besten. In dieser Studie werden vorläufige Ergebnisse über die Vergleichbarkeit der TCM gestützten Diagnose mit der westlichen Diagnose vorgestellt. Diese Arbeit versteht sich als ein Schritt auf dem Weg, das überlieferte Wissen der traditionellen chinesischen Medizin auf eine evidenzbasierte Ebene zu bringen.

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Aus dem Institut für Parasitologie, Department für Pathobiologie, und der Klinik für Kleintiere, Klinisches Department für Kleintiere und Pferde, der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Angiostrongylus vasorum, der "Französische Herzwurm": auch ein Problem in Österreich?

K. MAIER, M.LÖWENSTEIN, G. DUSCHER, M. LESCHNIK und A. JOACHIM
Wien. Tierärztl. Mschr. - Vet. Med. Austria 97 (2010), 171 - 180

Schlüsselwörter: Angiostrongylus vasorum, Hund, Angiostrongylose, Epidemiologie, Klinik, Therapie, Übersicht.

Zusammenfassung
Die Infektion von Hunden mit Angiostrongylus vasorum, ursprünglich in Südwestfrankreich beschrieben, gilt in Europa als "emerging disease" und wurde vor allem in neuerer Zeit in anderen Ländern Europas bis nach Nordeuropa als endemisch bekannt. Nach Österreich sind bisher vermutlich Fälle nur importiert worden. Obgleich dieser Nematode für gewöhnlich in einem silvatischen Zyklus von Schnecken auf Füchse übertragen wird, können Hunde den Parasiten aufnehmen und sowohl subklinisch infiziert sein als auch mit klinischen Anzeichen einer pulmonalen, seltener einer systemischen, nervalen oder okulären Angiostrongylose erkranken. Im vorgestellten Fall handelt es sich um einen aus dem französischen Endemiegebiet importierten und wiederholt dorthin verbrachten Spaniel, der bei einer Routineuntersuchung durch eine Eosinophilie auffällig wurde. Eine Kotuntersuchung mittels Auswanderverfahren brachte eine Ausscheidung von Erstlarven von A. vasorum zutage. Der Hund wurde, obwohl er keine klinische Erkrankung zeigte, mit Fenbendazol (50 mg/kg Körpermasse täglich über 6 Tage) behandelt, woraufhin die Larvenausscheidung sistierte und die Anzahl eosinophiler Granulozyten im Blut wieder Normwerte erreichte. Es wird empfohlen, Hunde, die sich in endemischen Gebieten aufgehalten haben, und Hunde mit Anzeichen einer pulmonalen Angiostrongylose (Husten, eventuell mit Blutbeimengungen, Dyspnoe, Erschöpfung; eventuell Symptome eines Cor pulmonale) koproskopisch auf eventuelle Larvenausscheidung zu untersuchen und im positiven Fall zu behandeln. Neben Fenbendazol in täglicher Anwendung über 5-21 Tage eignen sich Moxidectin (einmalig) oder Milbemycinoxim (wöchentliche Applikation) zur Behandlung einer Angiostrongylose. Der Therapieerfolg sollte etwa 3 Wochen später koproskopisch überprüft werden.

Keywords: Angiostrongylus vasorum, dog, angiostrongylosis, epidemiology, clinic, therapy, review.

Summary
Angiostrongylus vasorum, the "French Heartworm": also a problem in Austria?

Introduction
Infections with Angiostrongylus vasorum, originally described as endemic in the southwest of France, is considered an "emerging disease" in Europe and has recently been found in other European countries including Northern Europe. In Austria so far only imported cases have been reported. Although this nematode is usually transmitted from snails to foxes in a silvatic cycle, dogs can ingest the parasite and become infected subclinically or with signs of pulmonary, less frequently systemic, nervous or ocular angiostrogylosis.
Case report
The case of a Spaniel dog imported from an endemic region in France which repeatedly returned to his place of origin is presented. During routine examination the dog showed eosinophilia, and faecal examination by the Baermann larval migration technique revealed the excretion of A. vasorum. Despite the absence of clinical signs the patient was treated with fenbendazole (50 mg/kg of body mass daily for 6 days) which resulted in the cessation of larval excretion and reduced eosinophilia to a normal level.
Conclusion
It is recommended that dogs which have been to endemic areas and dogs which show signs of pulmonary angiostrongylosis (cough, occasionally haemoptysis, dyspnoea, weakness, occasionally signs of cor pulmonale) are examined coproscopically for the excretion of larvae and that positive cases are treated. Besides fenbendazole (daily application for 5-21 days), moxidectin (single application) and milbemycin oxime (weekly application) are effective. Around 3 weeks after treatment the therapeutical effect should be verified by coproscopy.


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From the Department of Clinical Veterinary Medicine, Division of Surgery, Division of Radiology and Division of Animal Neurology, University of Bern, Switzerland

Suspected paradoxical nerve root signature in a dog with right-sided intervertebral lumbar disk extrusion: a case report


F. FORTERRE, D. GORGAS, A. JAGGY and K. RAITH
Wien. Tierärztl. Mschr. - Vet. Med. Austria 97 (2010), 181 - 184

Keywords: intervertebral disc herniation, nerve root signature, hemilaminectomy.

Summary
A 7 year old male mongrel dog was presented with a 3 weeks history of gait disturbance in the pelvic limbs more pronounced on the left side associated with pain in the lumbar spine. At presentation neurologic deficits consisted of mild bilateral proprioceptive deficits and nerve root signature in the left pelvic limb. A large intervertebral disc herniation L3-L4 located in a right ventrolateral area of the spinal canal was diagnosed by magnetic resonance imaging. The herniated disc was removed through right hemilaminectomy and fenestration. The dog recovered quickly and returned to the owners 4 days after surgery with a slight lameness in the left pelvic limb. On the follow-up examination 2 months later the dog showed normal gait and normal neurological examination. Nerve root signature is not always indicative for the side of the lesion in case of lateralized intervertebral disc herniation.

Schlüsselwörter: Bandscheibenherniation, Nervenwurzel- Zeichen, Hemilaminektomie.

Zusammenfassung
Nervenwurzel-Zeichen bei einem Hund mit Bandscheibenherniation (Fallbericht)


Ein 7jähriger Mischlingsrüde wurde aufgrund von bereits 3 Wochen andauernden Gangstörungen der Hinterbeine vorgestellt. Diese Symptome waren seitenbetont auf der linken Seite und mit Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule assoziiert. Die neurologische Untersuchung ergab propriozeptive Defizite und ein Nervenwurzel- Zeichen der linken Hintergliedmaße. In der Kernspintomographie wurde eine hochgradige Bandscheibenherniation L3-L4 rechts ventral im Wirbelkanal gefunden. Die vorgefallene Bandscheibe wurde mittels einer Hemilaminektomie und Fenestration entfernt. Der Hund erholte sich schnell und ging nach 4 Tagen mit einer geringgradigen Lahmheit des linken Hinterbeins nach Hause. Bei der Kontrolluntersuchung 2 Monate später zeigte er in der klinischen neurologischen Untersuchung keine Auffälligkeiten. Nervenwurzel-Zeichen sind bei Bandscheibenherniationen nicht immer ein Hinweis auf die Seite der Läsion.

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Aus dem Departement für Klinische Veterinärmedizin, Abteilung für Chirurgie und Orthopädie, Stomatologie, und dem Departement Clinical Research and Veterinary Public Health, Institut für Genetik, Vetsuisse-Fakultät, Universität Bern sowie der Klinik für Zahnerhaltung der Medizinischen Fakultät der Universität Bern

Kongenitale und erworbene Anomalien im Bereich der Schwanzwirbelsäule beim Hund

P. SCHAWALDER, E. DIETSCHI und H. STICH
Wien. Tierärztl. Mschr. - Vet. Med. Austria 97 (2010), 185 - 202

Schlüsselwörter: Schwanzwirbelsäule, Rutenanomalien, Knickrute, Keilwirbel, Blockwirbel, Wirbelanomalien, Hund.

Zusammenfassung
Durch das Kupierverbot in der Schweiz ist die Verbreitung einer Vielzahl von Missbildungen der Schwanzwirbelsäule offensichtlich und der Wunsch nach zuchthygienischen Massnahmen laut geworden. In der Literatur sind Hinweise zu differenzierten Untersuchungen der verschiedenen Ätiopathogenesen von Rutenanomalien kaum zu finden. Auch eine Klassifizierung, die eigentlich die Grundlage zur Beurteilung von Rutenanomalien und auch Voraussetzung für eventuelle zuchthygienische Maßnahmen sein müsste, steht nicht zur Verfügung. Die vorliegende Studie gruppiert die klinischen Erscheinungsbilder von Anomalien der Schwanzwirbelsäule auf Grund ihrer Pathomorphologie und kann als Hilfsmittel für eine einheitliche Beurteilung in der Praxis und im Rahmen der tierärztlichen Gutachtertätigkeit eingesetzt werden. Anhand der Röntgenbilder von 439 Hovawart-Hunden und von einzelnen Vertreter anderer Rassen, die wegen einer palpierbaren Rutenanomalie geröntgt worden sind, konnten die verschiedenen radiologischen Erscheinungsbilder der Schwanzwirbelsäule in Gruppen ähnlicher Befunde zusammengestellt werden. Dabei wurde versucht, die verschiedenen Krankheitsbilder bezüglich ihrer mutmaßlichen Ätiopathogenese einzuordnen. Um die möglichen Entwicklungsstörungen auf den verschiedensten Ebenen der Entstehung der Schwanzwirbelsäule besser verstehen zu können, werden einleitend die wichtigsten Eckpfeiler der Embryonalentwicklung aufgezeigt. Die verschiedenen Klassen der unterschiedlichen Malformationen im Bereich der Schwanzwirbelsäule werden mittels Röntgenbildern und histologischen Hartgewebeschliffen illustriert.

Keywords: coccyx, coccygeal vertebral malformations, kinked tail, wedge vertebra, block vertebra, vertebra anomalies, dog.

Summary
Congenital and acquired malformations of coccygeal vertebrae in dogs

Introduction
The widespread occurrence of various malformations of coccygeal vertebrae in dogs has become evident since the ban on tail docking in Switzerland, and has lead to a call for new breeding recommendations. Published reports on examination procedures that may be useful to differentiate causes of tail malformations are scarce. Moreover, there is no classification of these malformations, which could serve as a basis for their assessment and on which breeding recommendations could be made.
Material and methods
In the present study, coccygeal vertebral malformations are classified based on pathomorphological changes. This classification scheme may be used to standardize the evaluation of malformations by veterinary practitioners and consultants.
Results and conclusion
Tail malformations were classified based on the evaluation of radiographs of 439 Hovawarts, as well as several dogs of other breeds that were radiographed because of palpable changes of the coccygeal vertebrae. Malformations were grouped according to their presumed pathogenesis. The major aspects of the embryological development of the coccyx are reviewed in preface to facilitate understanding of the various aspects of abnormal development in this region. The different types of malformations are illustrated with radiographs and photomicrographs of histological sections.

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Aus dem Amt der Tiroler Landesregierung, Veterinärdirektion, dem Institut für Veterinärmedizinische Untersuchung Innsbruck der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES), dem Institut für Veterinärmedizinische Untersuchung Linz der AGES, dem Institut für Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenmedizin der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig- Maximilians- Universität München und dem Institut für Tierzucht und Genetik, Department Biomedizinische Wissenschaften, Veterinärmedizinische Universität Wien

Fortschritte bei der Eradikation der Bovinen Virus Diarrhoe (BVD) mit Ohrgewebe- und Blutuntersuchungen im Bundesland Tirol

J. OETTL, K. SCHÖPF, M. MATT, M. DÜNSER, G. AUER, G.WOLF und G. BREM
Wien. Tierärztl. Mschr. - Vet. Med. Austria 97 (2010), 203 - 209

Schlüsselwörter: Bovine Virusdiarrhoe, BVDV, Pestivirus, Rind, Bekämpfung, Ohrgewebsprobe, Serologie, ELISA.

Zusammenfassung
Für eine Tilgung der BVDV- Infektion in einer Rinderpopulation sind das frühe Erkennen der persistent infizierten Tiere (PI-Tiere) und deren rasche Ausmerzung von größter Bedeutung. Flächendeckende Ohrgewebeuntersuchungen zur Bestimmung des individuellen BVDV-Status mittels kommerziellen Antigen-ELISA wurden erstmals 2005 in Tirol eingesetzt. Der Bekämpfungserfolg ist an der deutlichen Reduktion von infizierten Betrieben auf 8 (0,08 %) im Jahr 2007 erkennbar. 11 (0,01 %) PI-Tiere konnten 2007 aus den Betrieben entfernt werden. Der Anteil an Antikörper- positiven Tieren lag 2007 bei 3.890 (7,9 %) Tieren. Die Validierung der Ergebnisse der Ohrstanzuntersuchung mittels individuellen Wiederholungsuntersuchungen und serologischer Stichprobenuntersuchungen (Jungtierfenster) während der Untersuchungsperioden 2005 bis 2006 ergaben in Bezug auf den Nachweis von PI-Tieren eine Sensitivität von 97,3 % und eine Spezifität von 99,9 %. Die bisher gewonnenen Erfahrungen zeigen, dass eine möglichst rasche Erkennung und Ausmerzung von PI-Tieren nur im Zuge der Tierkennzeichnung möglich sind.

Keywords: Bovine virus diarrhea, BVDV, cattle, control program, ear notch samples, serology, ELISA.

Summary
Progress in the eradication of bovine virus diarrhea (BVD) using tissue samples and blood tests in the state of Tyrol

Introduction
Bovine viral diarrhoea virus causes a complex disease including reproductive problems and can lead to fatal mucosal disease. Main strategies to eliminate BVDV from cattle herds rely on accurate identification and removal of persistently infected calves. Considering the structure of animal production and husbandry practices in Tyrol such as communal alpine pasturing pestivirus eradication can be achieved by consistent testing all offspring by ear notch sampling technique. When applying these tests it is possible to distinguish between calves which are non PI (NPI) all their life long and antigen positive animals which have to be removed as soon as possible from the herd. When the ear tags are applied by the farmer this procedure can easily be combined with the collection of fresh ear notch specimens. The main aim of this study was to demonstrate the development in eradication overlooking the last 3 years. A second aim was to validate the Antigen ELISA which was used examining ear notch samples.
Material and methods
Ear notch samples were collected from calves within the region. A commercially available antigen capture enzymelinked immunosorbent assay (ACE) was applied according to the manufacturer's instruction. Serological spot testing focusing on 5 heifers in each herd was carried out by commercial Antigen-capture ELISA which detects BVDV Type I and Type II antibodies.
Results
Continuous reduction of infected herds was observed. The number of PI animals detected during surveillance activity reduced to 11 in 2007. Assessing the herd prevalence of seropositive animals by spot serological testing showed 7.9 % (3,890/49,212) in 2007. Diagnostic proficiency of the Antigen-capture ELISA was analysed with data from the control programme collected between 2005 and 2006.Validation of the Antigen-capture ELISA showed with respect of the detection of PI animals a sensitivity of 97.3 % and a specificity of 99.9 %. The positive predictive value (PPV) was found to be 79.1 %.
Conclusion
Ear notch sampling of all new borne calves is a feasible method to prevent new infection within a region where trade and mountain pastures are common. Ear notch sampling can be combined with the application of standard ear tags within the first week of life. Bio security measures and regulations applying to trade are important requisites for future progress in the control scheme. Within a local database which is linked to the nationwide AMA database all data regarding BVDV control are compiled. Trade regulations are checked and certificates for non infected herds issued. For the upkeep of BVDV freedom yearly screening programmes using spot serology checks of all herds are necessary. Vaccination against BVD is strictly forbidden in the controlled area. Testing all offspring by ear notch sampling technique and elimination of PI animals reduced the prevalence of pestivirus infection in Tyrol considerably.

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From the Institute of Parasitology and the Institute of Pathology and Forensic Veterinary Medicine, Department of Pathobiology, University of Veterinary Medicine, Vienna, and the Veterinary Practice Dr. Maaß

Detection of Encephalitozoon cuniculi-infection (strain II) by PCR in a cat with anterior uveitis

J. CSOKAI, A. FUCHS-BAUMGARTINGER, G. MAASS and A. JOACHIM
Wien. Tierärztl. Mschr. - Vet. Med. Austria 97 (2010), 210 - 215

Keywords: cat, Encephalitozoon cuniculi, mouse strain, uveitis, cataract, PCR.

Summary
A 4 and a half year old female neutered European shorthair cat showed recurring bilateral anterior uveitis with a cataract for 2 and a half years. Despite therapy with local 1 % atropine, dexamethasone-oxytetracycline ointment and systemic carprofen there was no clear improvement of the inflammation and new uveitis exacerbations followed. Serological tests for antibodies against Toxoplasma gondii, FIP-feline corona virus, Feline leukemia virus and Feline immunodeficiency virus were negative. The determination of antibodies against Encephalitozoon cuniculi revealed a titre of 1:320 in the Indirect Immunofluorescence Test. Therapy with fenbendazole was initiated but finally an enucleation of the right eye had to be performed due to glaucoma and perforation of the cornea. In the lens, DNA of Encephalitozoon cuniculi (strain II) was detected by PCR and DNA sequencing. The anatomical lens structure was destroyed for the PCR and therefore no spores could be found in pathohistological examination with special staining (acid-fast trichrome). Sporadic spores could be detected by transmission electron microscopy. The presented case report shows that E. cuniculi should be considered in cats with suspected infectious uveitis and cataract.

Schlüsselwörter: Katze, Encephalitozoon cuniculi, Mäusestamm, Uveitis, Katarakt, PCR.

Zusammenfassung
Nachweis einer Encephalitozoon cuniculi-Infektion (Stamm II) mittels PCR bei einer Katze mit Uveitis anterior

Eine 4 ½ Jahre alte weibliche, kastrierte Katze der Rasse Europäisch Kurzhaar zeigte seit 2 ½ Jahren beidseitige rezidivierende Uveitis anterior und Katarakt. Trotz Therapie mit einer 1 %igen Atropin-Augensalbe, einer Dexamethason- Oxytetracyclin-Augensalbe und oraler Gabe von Carprofen gab es keine deutliche Verbesserung der Entzündung, und neuerliche Uveitisschübe traten immer wieder auf. Serologische Tests auf Antikörper gegen Toxoplasma gondii, FIP-Felines Coronavirus, Felines Leukämievirus und Felines Immundefizienz-Virus verliefen negativ. Eine Bestimmung des Antikörpertiters gegen Encephalitozoon cuniculi mit einem Indirekten Immunfluoreszenz Test ergab einen Titer von 1:320. Eine orale Therapie mit Fenbendazol wurde gestartet. Aufgrund eines Glaukoms und einer Hornhautperforation des rechten Auges wurde schließlich eine Enukleation durchgeführt. In der Linse wurde mittels PCR und DNA-Sequenzierung der Mäusestamm (II) von Encephalitozoon cuniculi nachgewiesen. In der anschließenden pathohistologischen Untersuchung konnten in der für die PCR aufbereiteten und damit in ihrer anatomischen Struktur zerstörten Linse keine Sporen mittels Spezialfärbung (Acid Fast Trichrom) gefunden werden. Im Elektronenmikroskop waren vereinzelt Sporen nachweisbar. Der vorgestellte Fall zeigt, dass E. cuniculi bei Katzen mit Verdacht einer infektiösen Uveitis und Katarakt in Betracht gezogen werden sollte.

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