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WTM 05/2005

INHALT WTM 05-06/2005

P.Wagner, A. Deutz, K. Fuchs, M. Müller, W. Schuller und J. Köfer:
Seroepidemiologische Untersuchungen zur Verbreitung von Chlamydia psittaci und Coxiella burnetii bei Schafen und Ziegen in der Steiermark
Seroepidemiological study on the spread of Chlamydia psittaci and Coxiella burnetii in Styrian sheep and goat farms

C. Kriegl, D. Klein, J. Kofler, K. Fuchs und W. Baumgartner:
Haltungs- und Gesundheitsaspekte bei Neuweltkameliden
South American Camelid husbandry in Austria

H. Foissy, G. Lindner, F. Fugger und M.Wagner:
Versuche zur Reproduzierbarkeit von Ergebnissen mikrobieller Hemmstofftests in Rohmilch nach Probenlagerung
Investigations on the reproducibility of microbial inhibitor test results in raw milk after sample storage

R. Winkelmayer, M. Vodnansky, P. Paulsen, A. Gansterer and F. Treml:
Explorative study on the seroprevalence of Brucella-, Francisella- and Leptospira antibodies in the European hare (Lepus europaeus Pallas) of the Austrian - Czech border region
Explorative Studie zur Seroprävalenz von Brucella-, Francisella- und Leptospira Antikörpern bei Feldhasen (Lepus europaeus Pallas) in der österreichisch–tschechischen Grenzregion

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Aus der Fachabteilung 8C - Veterinärwesen beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung1, dem Institut für Angewandte Statistik und Systemanalyse der Joanneum Research2, Graz und aus der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit3, Veterinärmedizinische Untersuchungen Mödling

Seroepidemiologische Untersuchungen zur Verbreitung von Chlamydia psittaci und Coxiella burnetii bei Schafen und Ziegen in der Steiermark

P.WAGNER1, A. DEUTZ1, K. FUCHS2, M. MÜLLER3, W. SCHULLER3 und J. KÖFER1
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 92 (2005), 114 - 118

Schlüsselwörter: Schafe, Ziegen, Coxiella burnetii, Chlamydia psittaci, Epidemiologie, Zoonosen.

Zusammenfassung
Coxiella burnetii und Chlamydia psittaci (nach neuer Nomenklatur Chlamydophila psittaci und Ch. abortus) verursachen nicht nur große Schäden in der Schaf- und Ziegenhaltung durch die von ihnen induzierten Abortusfälle, sondern sind auch als bedeutende Zoonoseerreger anzusehen. Im Zuge einer statistisch abgesicherten Stichprobenuntersuchung wurden 744 Blutproben aus 70 steirischen Schaf- und 30 Ziegenbetrieben mittels KBR auf das Vorkommen von Antikörpern gegen C. burnetii und Ch. psittaci untersucht. Zusätzlich erfolgte in den Betrieben eine Erhebung epidemiologisch relevanter Daten mittels eines Fragebogens. Bei der Blutuntersuchung wurden in 5,7 % der untersuchten Proben Antikörper gegen Ch. psittaci und in 1,5 % gegen C. burnetii festgestellt. In 14 der untersuchten 70 Schafbetriebe befanden sich seropositive Tiere mit Antikörpern gegen Ch. psittaci, in 2 Betrieben gegen C. burnetii und in einem Betrieb gegen beide Erreger.

Unter Zugrundelegung dieser Ergebnisse kann für das Bundesland Steiermark mit einem Konfidenzintervall von 95 % eine Herdenprävalenz von 11,4-31,3 % für Ch. psittaci und von 0,4-9,9 % für C. burnetti geschätzt werden. Von den 30 untersuchten Ziegenbetrieben waren in 5 Betrieben Tiere mit Antikörpern gegen Ch. psittaci und in weiteren 5 Betrieben solche mit Antikörpern gegen C. burnetii nachweisbar. Für steirische Ziegenbetriebe kann daher für beide Erreger mit 95 %-iger Wahrscheinlichkeit eine Herdenprävalenz von 5,6-34,7 % angenommen werden. Hinsichtlich der Auswertung der Fragebogendaten ergaben sich keine Hinweise auf epidemiologische Zusammenhänge zwischen einzelnen Parametern und den Seroprävalenzen gegen Chlamydien und Coxiellen. Ausgehend von diesen Ergebnissen werden Daten aus seroepidemiologischen Untersuchungen prädisponierter Personen auf Chlamydiosen und Q-Fieber in der Steiermark sowie Vorbeugemaßnahmen diskutiert.

Keywords: sheep, goats, Coxiella burnetii, Chlamydia psittaci, epidemiology, zoonoses.

Summary
Introduction
Coxiella burnetii and Chlamydia psittaci not only cause considerable damage to sheep and goat farms by causing abortions but must also be regarded as major zoonotic pathogens.

Methods and results
A total of 744 blood samples from 70 Styrian sheep and 30 goat farms were tested for antibodies to C. burnetii and Ch. psittaci based on a statistical sampling plan. Additional epidemiologically relevant data were collected at the farms using a questionnaire. The blood analyses showed that 5.7 % of the samples tested contained antibodies to Ch. psittaci and 1.5 % contained antibodies to C. burnetii (CFT). Seropositive animals with antibodies to Ch. psittaci were detected at 14 of the 70 sheep farms inspected, antibodies to C. burnetii were detected at 2 farms and antibodies to both pathogens at 1 farm. On the basis of these results, herd prevalence for Styrian sheep farms can be estimated at 11.4-31.3 % for Ch. psittaci and at 0.4-9.9 % for C. burnetii based on a confidence interval of 95 %. Animals with antibodies to C. psittaci were detected at 5 goat farms and antibodies to C. burnetii at another 5 of the 30 goat farms inspected. For Styrian goat farms, a herd prevalence of 5.6-34.7 % can thus be estimated for both pathogens with 95 % probability.

Conclusion
Human chlamydiosis is one of the most common zoonoses (“atypical” pneumonia or, more rarely, abortion) with a serious risk of infection - as is also the case for Qfever - resulting from obstetrics or placenta removal in small ruminants. Essential preventive measures include the use of protective gloves and avoiding excessive dust exposure. Pregnant women should keep away from animal houses, at least on suspect farms to avoid infections with Ch. psittaci. The high tenacity of C. burnetii must also be taken into account.

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Aus der Klinik für Wiederkäuer (Klinisches Department für Nutztiere und Bestandsbetreuung)1, der Klinik für Orthopädie bei Huf- und Klauentieren (Klinisches Department für Kleintiere und Pferde)2 der Veterinärmedizinischen Universität Wien und dem Institut für Angewandte Statistik und Systemanalyse, Joanneum Research Graz3

Haltungs- und Gesundheitsaspekte bei Neuweltkameliden

C. KRIEGL1, D. KLEIN1, J. KOFLER2, K. FUCHS3 und W. BAUMGARTNER1
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 92 (2005), 119 - 125

Schlüsselwörter: Neuweltkameliden, Fragebogen, Erkrankungen, Sektionsbefunde.

Zusammenfassung
Ende des Jahres 2002 wurde an alle Neuweltkamelidenhalter im deutschsprachigen Raum und in einzelnen angrenzenden Ländern ein 12 Seiten umfassender Fragebogen ausgesandt. Dieser beinhaltete allgemeine Fragen zu den Tieren und deren Haltungsbedingungen, zu Prophylaxemaßnahmen und Fragen zu Erkrankungen.Von den insgesamt 760 ausgesandten Fragebögen wurden 179 Stück retourniert. Das entspricht einer Rücklaufquote von 23,6 %. Gleichzeitig wurden Sektionsbefunde der letzten 6 Jahre von österreichischen Untersuchungsanstalten gesammelt und ausgewertet. Die verschiedenen Neuweltkamelidenarten betreffend überwiegt in Österreich die Lamahaltung mit 89,7 %. Der Alpakaanteil in Österreich macht 8,7 % aus, wohingegen dieser in der Schweiz 47,6 % beträgt.

Durchschnittlich besitzt jeder Halter 9,5 Tiere, wobei der Großteil dieser Tiere als Hobby- und Freizeittiere gehalten wird und vor allem für Wanderungen und Trekkingtouren, die Zucht, die Weidewirtschaft und/oder die Wollproduktion eingesetzt wird. Erkrankungen des Verdauungsapparates und Endoparasitosen stellen die häufigsten Probleme in der Neuweltkamelidenhaltung dar. Betriebe, die häufiger eine Entwurmungsprophylaxe betreiben, hatten signifikant weniger Erkrankungen des Magen-Darm- Traktes zu verzeichnen. Die am häufigsten dafür eingesetzte Wirkstoffgruppe ist die Gruppe der Avermectine mit 74,4 %. Insgesamt traten in Betrieben mit maximal 5 Tieren signifikant (p<0,001) weniger Erkrankungen auf als in Betrieben mit mehr als 5 Tieren. 42,6 % der obduzierten Tylopoden sind bereits vor Erreichen der Geschlechtsreife gestorben. Besonders hoch war der Anteil an erregerbedingten Krankheiten mit 18,5 %. Insgesamt konnten bei 38,9 % der Tiere Parasitenbefunde erhoben werden, wobei am häufigsten Magen-Darm-Nematoden mit 43,3 % nachgewiesen wurden.

Keywords: South American camelids/new world camelids, questionnaire, diseases, post mortem findings.

Summary
Introduction
South American Camelids have gained popularity over the last few years in Austria. Therefore veterinarians are often asked about their husbandry, breeding or to intervene in clinical management of different problems. The aim of this work was to get an overview of the development of the current state of new world camelid husbandry in Austria.

Material and methods
At the end of 2002 a 12-page questionnaire was sent to all owners of South American camelids in German-speaking countries. It contained general questions on the animals and their husbandry, questions on preventive measures and on diseases. 179 of the 760 questionnaires that had been sent out were returned, which corresponds to a rate of return of 23.6 %. At the same time post mortem findings of the last 6 years were collected and analysed.

Results and conclusion
In contrast to Switzerland where alpacas account for 47.6 %, in Austria llamas are much more dominant with 89.7 %. The average herd size in Austria is 9.5 animals, with the majority of animals being held as a hobby. The animals are mainly used for hiking and trekking tours, breeding, pasture farming and/or wool production. Diseases of the digestion tract and endoparasites constitute the most frequent problems of husbandry. Regular preventive medication against endoparasites led to significantly fewer diseases of the digestive tract. The most frequently used supplements are avermectines with 74.4 %. In general breeders with no more than 5 animals had significantly (p<0.001) less diseases than those with more animals. 42.6 % of the post mortem examinations of tylopods showed that the animals had died below reproduction age. The share of infectious diseases was particularly high with 18.5 %. Altogether 30 parasite findings were recorded from 21 animals (38.9 %). Nematodes of the digestive tract were found most frequently with 43.3 %.

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Aus dem Department für Lebensmittelwissenschaften und -technologie (Abteilung Tierische Lebensmittel, Tierernährung und Ernährungsphysiologie) der Universität für Bodenkultur Wien1, dem Milchprüfring Niederösterreich2 und dem Department für Öffentliches Gesundheitswesen (Institut für Milchhygiene, Milchtechnologie und Lebensmittelwissenschaft) der Veterinärmedizinischen Universität Wien3

Versuche zur Reproduzierbarkeit von Ergebnissen mikrobieller Hemmstofftests in Rohmilch nach Probenlagerung

H. FOISSY1, G. LINDNER1, F. FUGGER2 und M.WAGNER3
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 92 (2005), 126 - 130

Schlüsselwörter: Milch, Antibiotikarückstände, mikrobieller Hemmstofftest.

Zusammenfassung
In Österreich erfolgt die Prüfung auf Antibiotikarückstände in Rohmilch, die an Molkereien angeliefert wird, zumindest einmal pro Monat vorwiegend mittels Brillantschwarz- Reduktions-Hemmstofftest und Bacillus stearothermophilus var. calidolactis als Indikatorkeim. ß-Lactamantibiotika und Sulfonamide werden mit Ergänzungsprüfungen bestätigt. Werden von Milchlieferanten im Verdachtsfalle im Zuge von Milchprobenahmen am Hof Gegenproben verlangt, erhebt sich das Problem der Reproduzierbarkeit von Parallelbestimmungen in einem anderen Labor nach unter Umständen differenten Lagerungsbedingungen des Probenmaterials bis zur Vergleichsanalyse. In praxisorientierten Modellversuchen wurden 9 Präparate zur Mastitisbehandlung in linearen Schritten mit Sammelrohmilch so weit verdünnt, dass Proben mit Hemmstoffkonzentrationen an der Nachweisgrenze des BR-Test® AS-Brilliant von DSM (Delft, Holland) resultierten. Zur Stabilitätsprüfung der Ergebnisse wurden diese Grenzkonzentrationen und bei 6 Präparaten auch die jeweils unmittelbar davor gelegenen, höheren Konzentrationsstufen herangezogen.

Die Arzneimittel-dotierten Probenäquivalente wurden im Kühlschrank bei +6 °C und im Tiefkühlschrank bei -18 °C bis zur Analyse aufbewahrt. Von den +6 °C gekühlten Probenäquivalenten wurden an den 3 folgenden Tagen täglich, von den gefrorenen Proben zuerst täglich, später im Wochenabstand Hemmstofftests angesetzt. Bereits einen Tag nach der Erstprüfung waren von 15 als positiv oder schwach positiv ausgewerteten Erstprüfungsergebnissen 11 nicht mehr exakt reproduzierbar. In gefrorenem Zustand zwischengelagert waren einen Tag nach der Erstprüfung 2 Testansätze im Ergebnis nicht reproduzierbar, einen weiteren Tag später zusätzliche 3, wobei überwiegend jene Verdünnungsstufen betroffen waren, die in der Erstprüfung als schwach positiv zu beurteilen waren. Nach einer Woche bei -18 °C Probenlagerung waren die Ergebnisse von 8 Testansätzen nicht mehr mit dem Erstergebnis identisch, nur bei 4 Testansätzen blieben die hemmstoffpositiven Ergebnisse für zumindest 4 Wochen stabil. Es bestätigt sich erneut, dass Nachkontrollen zu einem späteren Zeitpunkt - unter Bedachtnahme von Antibiotikarückständen knapp an der Nachweisbarkeit im Brillantschwarz-Reduktions-Hemmstofftest - problematisch sind und nur bei positivem Ausfall als Bestätigung positiver Erstergebnisse dienen können.

Keywords: milk, antibiotic residues, microbial inhibitor test.

Summary
Introduction
In Austria the determination of antibiotic residues in bulk raw milk is mainly done on a monthly basis by using the brillant black reduction test and with Bacillus stearothermophilus var. calidolactis as an indicator organism. The presence of ß-lactam antibiotics and sulfonamides is confirmed in subsequent individual tests. In presumptive positive cases when the milk producers insist on a re-evaluation using an additional sample the reproducibility of the earlier test result may be ambiguous due to possible changes occurring in the parallel sample during sampling and storage.

Material and methods
In model experiments, 9 conventional antibiotics were used and serially diluted in raw milk up to the extinction limit of the positive signal in the BR-Test® AS-Brilliant from DSM (Deft, The Netherlands). The diluted samples were then stored at +6 °C and -18 °C and tested for the lowest concentration showing a positive result (all samples), as well as for the concentration second to the lowest concentration (6 samples) in the brillant black reduction test. The samples were initially reinvestigated daily for 3 days, when stored at +6 °C, or initially daily and then weekly, when stored at -18 °C.

Results
Already the first day after the beginning of the experiments the results of 11 out of 15 samples were non-reproducible. In the frozen samples, 2 and another 3 samples gave negative results on the first and the second day after the beginning of the experiment, respectively. After a week, the results of 8 samples did not comply with the results found at the starting point of the analyses. Only in 4 samples stored at -18 °C, the results remained reproducible over a 4 week period.

Conclusion
These data prove that a re-examination of presumptive positive results obtained in the brillant black reduction test may lead to a bias in data interpretation, especially when low concentrations are present. Only positive results serve as a proof of antibiotic residues in milk, but negative results are not prone to confirm a negative result in the preceding investigation.

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From the Veterinary Administration of Lower Austria1, Bruck /L. District, the Central European Institute for Wildlife Ecology2, Vienna - Brno - Nitra, the Institute of Meat Hygiene in the Department of Veterinary Public Health, University of Veterinary Medicine in Vienna3, the Hunters Association of Lower Austria4 and the Department of Infectious Diseases and Epizootiology, Veterinary and Pharmaceutical University Brno5

Explorative study on the seroprevalence of Brucella-, Francisella- and Leptospira antibodies in the European hare (Lepus europaeus Pallas) of the Austrian - Czech border region

R. WINKELMAYER1, M. VODNANSKY2, P. PAULSEN3, A. GANSTERER4 and F. TREML5
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 92 (2005), 131 - 135

Keywords: zoonoses, epidemiology, hygiene, hare.

Summary
In December 2003, a total of 384 blood sera from European hare (Lepus europaeus Pallas) was collected from 6 Lower Austrian and 2 Czech districts, representing 102 hunting grounds (sampling area approximately 670 km2). Antibodies against Leptospira interrogans serovar Grippotyphosa, Brucella sp. and Francisella tularensis were found in 8.3, 3.54 and 6 % of the samples, respectively. Positive sera were obtained from 20 of the 102 individual hunting grounds, with pronounced variations in detection rate. In 8 of these hunting grounds, antibodies against more than one pathogen were detected. In the Czech hunting grounds, no sample tested positive for Brucella antibodies. All sera were obtained from apparently healthy animals shot at regular hunting events. The presence of the antibodies suggests the presence of the pathogenic agents in the hare population. Further epidemiological studies will be necessary to evaluate the possible infection risk for humans handling hares.

Schlüsselwörter: Zoonosen, Epidemiologie, Hygiene, Feldhase.

Zusammenfassung
Im Dezember 2003 wurden Serumproben von insgesamt 384 Feldhasen (Lepus europaeus Pallas) aus 102 Revieren (etwa 670 km2 Gesamtfläche; 6 österreichische und 2 tschechische Bezirke) gesammelt. Antikörper gegen Leptospira interrogans Serovar Grippotyphosa, Brucella sp. und Francisella tularensis wurden bei 8,3, 3,54 und 6.% der Proben nachgewiesen. Die positiven Proben stammten aus 20 der 102 Reviere, mit ausgeprägten Unterschieden in der Prävalenz. In 8 dieser 20 Reviere wurden Antikörper gegen mehr als eine der 3 untersuchten pathogenen Spezies nachgewiesen. In den tschechischen Revieren wurden keine Brucella-positiven Sera ermittelt.

Alle Serumproben wurden von regulär erlegten, gesund erscheinenden Feldhasen genommen. Die Anwesenheit der Antikörper lässt darauf schließen, dass auch diese pathogenen Bakterien in der Hasenpopulation verbreitet sind; daher erscheinen weitere epidemiologische Studien angebracht, um ein Infektionsrisiko für den Menschen abschätzen zu können.

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