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INHALT WTM 5/2003
R. A. Hirt:
Felines Asthma bronchiale - Überblick und neue
Erkenntnisse
Feline asthma - a review and new insights
Ch. Aurich, J. Spergser, N. Nowotny, R. Rosengarten und J.E.
Aurich:
Vorkommen von Deckinfektionen und klinisch
relevanten, bedingt genitalpathogenen Bakterien bei österreichischen
Norikerhengsten
Prevalence of venereal transmissible diseases and
relevant potentially pathogenic bacteria in Austrian
Noriker Draught horse stallions
Ch. Stanek und Ch. Mache:
Zur Frühgeschichte der Wiener tierärztlichen Bildungsstätte
(VII): Johann Gottlieb Wolstein (1738 - 1820) -
Familie und soziales Umfeld
On the history of the Veterinary school of Vienna:
Johann Gottlieb Wolstein (1738 - 1820) - family and
social environment
F. Schmoll, W. Sipos, H. Weissenböck, F. Schilcher, M. Schuh:
Erstmalige
Beschreibung des PorcinenDermatitis und Nephropathie Syndroms (PDNS) in einem österreichischen
Schweinebetrieb
First report of porcine dermatitis and nephropathy syndrome (PDNS) in Austria
Aus der I. Medizinischen Universitätsklinik für Einhufer und Kleintiere
der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Felines Asthma bronchiale - Überblick und neue
Erkenntnisse
R. A. HIRT
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 110 - 123
 Schlüsselwörter:
Katze, Bronchialasthma, Übersicht,
neue Therapieformen.
Zusammenfassung
Felines Asthma ist eine weitgehend mit dem entsprechenden
Syndrom beim Menschen vergleichbare idiopathische,
spontan auftretende und chronische Erkrankung
der unteren Atemwege, die mit Husten, giemenden Atemgeräuschen
und anfallsartiger, durch Bronchokonstriktion
ausgelöster Schweratmigkeit sowie einer unspezifischen
Atemwegshyperreaktivität einhergeht. Die Diagnosestellung
erfolgt anhand des klinischen Bildes, entsprechender
radiologischer Veränderungen und des Nachweises einer
von eosinophilen Granulozyten dominierten Zellpopulation
in der bronchoalveolären Lavage (BAL), sowie durch Ausschluß anderer Krankheiten mit ähnlicher
Symptomatik. Durch Einführung der barometrischen Ganzkörperplethysmographie
(BWBP) ist es in jüngster Zeit möglich geworden,
die mit Asthma assoziierte Bronchokonstriktion und
daraus resultierende Behinderung des Atemstromes an
der nicht narkotisierten, frei beweglichen Katze zu erkennen
und auch zu quantifizieren. Insbesondere am Patienten
mit akuter Dyspnoe erlaubt diese Methode eine rasche
und streßarme Differenzierung zwischen Bronchokonstriktion
und anderen Ursachen für akute Atemnot (wie kardiale
Insuffizienz, Liquidothorax). Darüber hinaus kann auch
die Reaktion auf eingeleitete Therapiemaßnahmen ohne
zusätzlichen Streß für den Patienten näher charakterisiert
werden. Die Ähnlichkeit der Krankheit mit humanem Asthma
erlaubt es zumindest teilweise, in der Therapie beim
Menschen etablierte neue Behandlungsmethoden mit
geringeren Nebenwirkungen auch auf Katzen zu extrapolieren.
In der vorliegenden Arbeit werden Übereinstimmungen
und Unterschiede von humanem und felinem Asthma
in Hinblick auf Entstehung, Pathomechanismen, Diagnose
und therapeutische Optionen dargestellt.
Keywords: cat, bronchial asthma, review, new
therapeutics.
Summary
Feline asthma is a chronic idiopathic, spontaneously
occurring disesase of the lower airways with great similarities
to its human equivalent. It is characterized by chronic
coughing, wheezing, intermittent respiratory distress due
to bronchoconstriction and airway hyperreactivity to
various stimuli. The disease is diagnosed by history, clinical
signs, radiographic changes, the presence of eosinophilia
in bronchoalveolar lavage fluid (BAL) and exclusion
of other diseases causing similar clinical signs. The introduction
of barometric whole body plethysmography
(BWBP) as a diagnostic tool in cats permits diagnosis and
quantification of asthma associated bronchoconstriction
impeding normal airflow. In the acutely dyspneic patient, it
facilitates the differentiation between bronchoconstriction
and other causes of respiratory distress (e.g. cardiac failure,
pleural effusion). Furthermore, the effects of drug therapy
can be directly monitored without additional distress to
the patient. The similarity to human asthma may, in part,
justify extrapolation of new therapeutic options with less
side effects than conventional therapy. The purpose of this
paper is to elucidate parallels and differences between
human and feline asthma with regard to the pathogenesis,
pathophysiology, diagnosis and treatment.
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Aus der Besamungs- und Embryotransferstation1, dem Institut für
Bakteriologie,
Mykologie und Hygiene2, der Arbeitsgruppe
Klinische Virologie des Instituts für Virologie3 und der Klinik
für
Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie4 der
Veterinärmedizinischen Universität Wien und dem Department of Medical
Microbiology5, Faculty of Medicine and Health
Sciences, United Arab Emirates University, Al Ain, United Arab Emirates
Vorkommen von Deckinfektionen und klinisch
relevanten, bedingt genitalpathogenen Bakterien bei österreichischen Norikerhengsten
Ch. AURICH1, J. SPERGSER2, N. NOWOTNY3,5 R.
ROSENGARTEN2 und J.E. AURICH4
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 124 - 130

Schlüsselwörter: Pferd, Hengst,
Deckinfektionen.
Zusammenfassung
In der vorliegenden Studie wurde das Vorkommen von
Deckinfektionen (equines Coitalexanthem [ECE], equine
Virusarteritis, kontagiöse equine Metritis [CEM]) sowie
bedingt genitalpathogenen Bakterien bei Norikerhengsten
in Österreich untersucht. Die Erhebung wurde an insgesamt
139 klinisch gesunden Hengsten, die in Österreich im
Deckeinsatz standen, während der Wintermonate, d.h.
außerhalb der Decksaison, durchgeführt. Die Hengste
wurden auf das Vorkommen von Antikörpern gegen equines
Herpesvirus Typ-3 und equines Arteritisvirus im
Serum sowie von Taylorella equigenitalis(dem Erreger der
CEM, Nachweis mittels Kultur und PCR) und bedingt genitalpathogenen
Bakterien auf den Genitalschleimhäuten
untersucht. Klinische Anzeichen von ECE konnten bei keinem
der Hengste nachgewiesen werden, trotzdem wiesen
27,3 % der Tiere zum Zeitpunkt der Untersuchung Antikörper
gegen EHV-3 auf, wobei der Anteil seropositiver Hengste
mit steigendem Alter zunahm. Gegen EAV waren
23,7.% der Tiere positiv, der Anteil seropositiver Hengste
war dabei im Westen Österreichs (Bundesländer Tirol und
Vorarlberg) signifikant erhöht. Taylorella equigenitalis konnte
nur bei einem Tier mittels PCR nachgewiesen werden, bei allen anderen 138 Hengsten
verlief der Nachweis
negativ. Beta-hämolysierende Streptokokken traten bei
20,1 % der Hengste auf, Klebsiella pneumoniae, Pseudomonas
aeruginosa sowie hämolysierende Staphylokokken
kamen bei 3,6, 12,2 bzw. 56,0 % der Tiere vor, wobei die
Häufigkeit des Vorkommens dieser Erreger unabhängig
vom Alter der Hengste und deren Standort war. Dagegen
war die Häufigkeit des Nachweises von Escherichia coli und Rhodococcus
equisignifikant vom Standort der Hengste
abhängig.
Die Untersuchungen der österreichischen Norikerhengste
auf viral bedingte Deckinfektionen ergab eine unerwartet
hohe Seroprävalenz gegenüber EHV-3 und im internationalen
Vergleich durchschnittliche Durchseuchung mit
EAV. Betreffend bakterieller Infektionen kam der Erreger
der CEM bei genitalgesunden Tieren äußerst selten vor,
während bedingt genitalpathogene Keime relativ häufig
isoliert werden konnten. Auch klinisch gesunde Deckhengste
können daher als Verursacher von Genitalinfektionen
für Stuten mit gestörten uterinen Abwehrfunktionen eine
wichtige Rolle spielen.
Keywords: horse, stallion, veneral transmissible
diseases.
Summary
In the present study, the prevalence of venereal transmissible
diseases (equine coital exanthema [ECE], equine
viral arteritis, contagious equine metritis [CEM]) and potentially
pathogenic bacteria was investigated in Austrian Noriker
draught horse stallions. The study was performed outside
the breeding season in 139 clinically healthy stallions
licensed for breeding in Austria. The stallions were examined
for serum antibodies to equine herpesvirus type 3
(EHV-3, the causative agent for ECE) and equine arteritis
virus, and penile swabs were cultured for potentially pathogenic
bacteria. The presence of Taylorella equigenitalis, the
organism causing CEM, was investigated by culture and
PCR. No clinical signs of ECE could be seen in any of the
stallions, nevertheless in 27.3 % of them, serum antibodies
to EHV-3 were found. The percentage of seropositive stallions
was increasing with age. In 23.7 % of stallions, antibodies
to EAV were detected, with a significantly higher percentage
of seropositive animals in the western parts of Austria
(federal states of Tyrolia and Vorarlberg). Genital swabs
of one stallion were found to be positive for Taylorella equigenitalis(
by PCR only), in the other 138 animals Taylorella
equigenitalis could not be detected. In genital swabs of
20.1n% of stallions, ß-haemolytic streptococci could be cultured;
3.6, 12.2 and 56.0 % of the animals were found positive
for Klebsiella pneumoniae, Pseudomonas aeruginosa and haemolytic
staphylococci, respectively. Detection of
these bacteria was neither influenced by age of the stallion
nor by the region where the animals were located. In contrast,
the detection rate of Escherichia coliand Rhodococcus
equiwas significantly influenced by the location of the
animals.
The prevalence of venereal transmissible infections in
Austrian Noriker draught horse stallions differed for the infectious
agents: while an unusual high seroprevalence was
identified for EHV-3, the seroprevalence for EAV was -
compared with international data - on average, and the
aetiologic agent of CEM could rarely be detected in healthy
animals. On the other hand, potentially pathogenic bacteria
were isolated at a high percentage from the genitalia of
the stallions, indicating a risk of endometritis in mares bred
to these stallions.
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Aus der Universitätsklinik für Orthopädie bei Huf- und Klauentieren
der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Zur Frühgeschichte der Wiener tierärztlichen Bildungsstätte
(VII): Johann Gottlieb Wolstein (1738 - 1820) -
Familie und soziales Umfeld
Ch. STANEK und Ch. MACHE
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 131 - 138

Schlüsselwörter: Veterinärgeschichte,
Wien, Austria,
Altona, Polen.
Zusammenfassung
Das familiäre und soziale Umfeld von Johann Gottlieb
Wolstein (JGW), dem zweiten Direktor der Wiener Veterinärschule,
während seines Aufenthaltes in Wien und
danach, ab 1795 in Altona wird analysiert. JGW stammte
aus bürgerlichen Verhältnissen der schlesischen Provinzstadt
Flinsberg, über die Wundarznei kam er zu Medizin
und Veterinärmedizin. Ein 1777 geborener Sohn Lentulus
Chubb Wolstein war offensichtlich außerehelich. 1789 heiratete
er die aus Celle stammende Justine Helmrich. JGW
war offensichtlich tiefer in die Jakobinerbewegung verwickelt,
als bisher angenommen. Der in Ofen hingerichtete
Josef Hajnòczy war sein Schwager. JGW konnte als Direktor
der Tierarzneischule beträchtliches Vermögen erwerben.
Auch während seines Aufenthaltes in Altona hatte er
noch geschäftliche Beziehungen nach Wien.
Keywords: veterinary history, Vienna, Austria,
Altona,
Poland.
Summary
The familiar and social situation of Johann Gottlieb Wolstein
(JGW), the second director of the veterinary school of
Vienna, during his stay in Vienna and from 1795 in Altona
is analyzed. Deriving from a middle class family in Flinsberg
- Austrian Silesia, JGW found his way to veterinary
medicine through minor surgery and human medicine. A
son, born in 1777, was illegitimate. 1789 he married Justine
Helmrich, deriving from Celle. JGW was deeper involved
in the Jacobinian revolution as recognized hitherto.
Josef Hajnòczy, executed in Ofen, was his brother in law.
JGW came into a remarcable fortune during his years in
Vienna. Business connections with Vienna are evident
during his stay in Altona.
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