INHALT WTM 05/2002
E. Zöggeler, A. Probst, M.-C. Sora und H.E. König:
Plastinierte Körperfeinschnitte als neues Hilfsmittel
zur
Darstellung der Schnittanatomie am Beispiel der Bauch- und Beckenhöhle
des Hundes
Plastination of whole-body slices: a new aid in cross-sectional anatomy,
demonstrated for abdominal and pelvic
organs in dogs
Ch. Mache und Ch. Stanek:
Zur Frühgeschichte der Wiener tierärztlichen Bildungsstätte
(VI): Die Familie und
die fragliche Nobilitierung von Ignaz Josef Pessina (1766 - 1808)
On the early history of the Viennese veterinary school (VI): the family and
the questionable nobility of Ignaz
Josef Pessina (1766 - 1808)
J. Kofler, B. Martinek und W. Hochsteiner:
Pododermatitis purulenta profunda infolge eines eingetretenen
metallischen Fremdkörpers im Sohlenkissen eines Lamahengstes
Footpad abscessation caused by a metallic foreign body penetration in the
sole cushion of a llama
Aus dem Institut für Anatomie der Veterinärmedizinischen Universität
Wien und dem Institut für Anatomie der Universität Wien
Plastinierte Körperfeinschnitte als neues Hilfsmittel zur Darstellung
der Schnittanatomie am Beispiel der Bauch- und Beckenhöhle des Hundes
E. ZÖGGELER, A. PROBST, M.-C. SORA und H.E. KÖNIG
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 115 - 121
 Schlüsselwörter:
Scheibenplastination, Schnittanatomie, Hund, Bauchhöhle, Beckenhöhle.
Zusammenfassung
Transparente Scheibenplastinate der Bauch- und Beckenhöhle des Hundes wurden
mit herkömmlichen Schnittpräparaten und korrespondierenden Computertomogrammen
verglichen. Von 3 Beagles im Alter von 7 Monaten wurden 4 mm dicke E 12-plastinierte
Serienschnitte in den 3 Raumebenen hergestellt. Die Schnitte wurden makroskopisch
und bei Lupenvergrößerung untersucht und Übersichts-, Detail-
und Lupenaufnahmen angefertigt. Die Scheibenplastinate boten im Vergleich zu
den nach bislang üblichen Verfahren hergestellten Schnitten den Vorteil,
durchsichtig, hart, trocken, geruchlos, widerstandsfähig und dauerhaft
haltbar zu sein. Ihre Transparenz und die ausgezeichnet erhaltenen Farben erleichterten
die Bestimmung von Organen und ermöglichten deren Untersuchung auch bei
Lupenvergrößerung. Durch die Reihung der Scheiben konnten Leitungsbahnen
verfolgt und Organe skelettotopisch zugeordnet werden, sodaß die Körperschnitte
eine wichtige Grundlage zur Bestimmung von anatomischen Strukturen auf CT- Bildern
lieferten.
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Aus der Universitätsklinik für Orthopädie bei Huf - und Klauentieren
der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Zur Frühgeschichte der Wiener tierärztlichen Bildungsstätte
(VI): Die Familie und die fragliche Nobilitierung von Ignaz Josef Pessina (1766
- 1808)
Ch. Mache und Ch. Stanek
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 122 - 130

Schlüsselwörter: Wien, Österreich,
Böhmen, Veterinärgeschichte, Anatomie, Tierarzneischule, Adelstitel.
Zusammenfassung
Dr. med. Ignaz Josef Pessina, geboren 1766 in Kosteletz in Böhmen, war
von 1795 bis zu seinem überraschenden Tod 1808 als Anatom am k.k. Thierarzneiinstitut
in Wien tätig. In der Studie werden seine Familienverhältnisse dargelegt.
Er stammte aus einer kinderreichen Familie, sein Vater war Wirtschaftstreibender.
Verheiratet mit Franziska von Molitor, sind vier Kinder, zwei Söhne und
zwei Töchter nachzuweisen. Pessina selbst verwendete den Adelstitel von
Czechorod nur in den letzten Lebensjahren. Die Analyse von Adelsakten des Ministeriums
des Innern ergab, daß die Familie nicht adelig war.
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Aus der Universitätsklinik für Orthopädie bei Huf- und Klauentieren
und der II. Medizinischen Universitätsklinik für Klauentiere der Veterinärmedizinischen
Universität Wien
Pododermatitis purulenta profunda infolge eines
eingetretenen metallischen Fremdkörpers im Sohlenkissen eines Lamahengstes
J. Kofler, B. Martinek und W. Hochsteiner
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 131 - 135

Schlüsselwörter: Lama (Lama glama),
Lahmheit, Sohlenkissen, Pododermatitis purulenta, Abszeß, Fremdkörper.
Zusammenfassung
Ein 27 Monate alter Lamahengst wurde mit einer seit 3 Wochen bestehenden Lahmheit
an der linken Schultergliedmaße an der Klinik vorgestellt. Die internistischen
Befunde waren im Normbereich. Beim Vorführen im Schritt wurde eine Stützbeinlahmheit
1. Grades und im Trab eine Stützbeinlahmheit 2. Grades vorne links festgestellt.
Der mittlere Sohlenabschnitt der lateralen Zehe war schmerzhaft und wies ein
2 mm kleines Loch in der Sohle auf, eine Sonde konnte ca. 1,5 cm tief eingeführt
werden. Die Röntgenaufnahme der linken Vorderzehen zeigte einen metalldichten,
stiftförmigen Fremdkörper im Sohlenkissen.
Unter Leitungsanästhesie wurde an der Sohle eine Hornlückenoperation
vorgenommen, dabei wurden Eiter, verändertes Gewebe und ein 16 mm langes
und 2 mm dickes Drahtstück entfernt. Die Lahmheit verbesserte sich postoperativ
rasch, nach 3 Wochen war die Hornlücke bereits von neugebildetem Horn bedeckt.
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