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INHALT WTM 04/2002

D. A. Salem:
Natural Occurrence of Aflatoxins in Feedstuffs and Milk of Dairy Farms in Assiut Province, Egypt
Vorkommen von Aflatoxinen in Futtermitteln und Milch von Milchrinderfarmen in Assiut, Ägypten

C. Mairhofer, W. Hochsteiner und W. Baumgartner:
Derzeitiger Stand und Bedeutung der Integrierten
Tierärztlichen Bestandsbetreuung (ITB) in Milchviehbetrieben Österreichs
Integrated herd health and production control management in Austrian dairy farms

J. Zentek und J. Kamphues:
Untersuchungen zur Beeinflußbarkeit des Eigeruchs bei Tainter-Hennen durch Antibiotika und diätische Maßnahmen
Investigations of antibiotic and dietary influences on egg taint

S. Wlaschitz:
Zwei Fälle pulmonaler Nokardiose beim Pferd
Two horses with pulmonary nocardiosis


From the Department of Forensic Medicine and Toxicology, Faculty of Veterinary Medicine, Assiut University

Natural Occurrence of Aflatoxins in Feedstuffs and Milk of Dairy Farms in Assiut Province, Egypt

D. A. SALEM
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 86 - 91

Keywords: aflatoxins, feedstuff, milk, Assiut, Egypt.

Summary
This study was carried out to investigate the natural occurrence of total aflatoxins in feedstuffs and aflatoxin M1 in raw milk of dairy farms in Assiut province to evaluate the hazardous effects of these toxins on animals and humans. A total number of eighty-two representative feedstuff samples and eighty-five raw milk samples were collected from six dairy farms and two factories producing concentrate feedstuffs in Assiut province. All samples were obtained during the period from October 1999 to February 2000. Total aflatoxins in feedstuffs and aflatoxin M1 in raw milk were analyzed using an ELISA technique.

All feedstuff samples were found to contain total aflatoxin levels ranging between 2 - 60 ppb except six feed ingredient samples, which contained values lower than detection limit (1.75 ppb). The mean value of total aflatoxin in feedstuffs of all investigated dairy farms was 3.2 a 1.66 ppb. Mean values of total aflatoxin in feedstuffs ranged from 2.0-5.0 ppb in the individual farms. Overall, four samples exceeded the Egyptian maximum levels (20 ppb). The highest value was found in cottonseed meal.

Aflatoxin M1 was found in 50 (58.8%) of the investigated milk samples. The concentrations of aflatoxin M1 ranged from nd -15 ppt. The results obtained revealed that aflatoxin M1 levels in analyzed milk samples did not reach the maximum tolerated limit of the EU countries (50 ng AFM1/l milk). Sixteen samples out of fifty positive samples exceeded the Swiss limits, which are the most restrictive in the world (10 ppt).

Health hazards of aflatoxins are discussed.

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Aus der II. Medizinischen Universitätsklinik für Klauentiere der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Derzeitiger Stand und Bedeutung der Integrierten Tierärztlichen Bestandsbetreuung (ITB) in Milchviehbetrieben Österreichs

C. MAIRHOFER, W. HOCHSTEINER und W. BAUMGARTNER
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 92 - 99

Schlüsselwörter: ITB, Bestandsbetreuung, Fragebogen, Rind.

Zusammenfassung
Im Februar 2000 wurde an 440 in Österreich tätige Rinderpraktiker ein 8 Seiten umfassender Fragebogen zum Thema "Derzeitige Bedeutung einer Integrierten Tierärztlichen Bestandsbetreuung (ITB) in Milchviehbetrieben Österreichs" ausgesandt. Von den 440 ausgegebenen Fragebögen wurden 128 (29,1 %) auswertbare Fragebögen rückgesandt. 50 % der Umfrageteilnehmer waren in Mehrpersonenpraxen tätig und 43 % in Einpersonenpraxen (7 % keine Angabe). Insgesamt führten 47,7 % der Tierärzte zum Zeitpunkt der Befragung eine ITB bei Milchrindern durch. Über 50 % ihres Umsatzes erzielten 68,8 % der Tierärzte aus der Rinderpraxis. Nur 11 % der Umfrageteilnehmer waren der Ansicht, daß die Erträge der Landwirte aus der Milchwirtschaft in den nächsten Jahren steigen werden. Nach Meinung der Tierärzte sprechen die bessere Diagnostizierbarkeit und Therapierbarkeit von Krankheiten sowie die stärkere Bindung der Landwirte für eine ITB. Die Nachteile einer ITB liegen im erhöhten Zeitaufwand pro Betrieb, in der schwierigeren Zeiteinteilung und in Problemen bei der Abrechnung.
Eine Mehrzahl der Tierärzte (71,7 %) war der Ansicht, daß die Landwirte unzureichend bzw. gar nicht über die ITB informiert sind und 91,3 % der Umfrageteilnehmer wurden von Landwirten nur vereinzelt oder noch nie um die ITB ersucht. 47 % der Tierärzte, die eine ITB betreiben, führten handschriftliche Aufzeichnungen, 41 % benutzten handschriftliche Aufzeichnungen sowie einen PC und 12 % ausschließlich Computeraufzeichnungen.

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Aus dem Institut für Tierernährung der Tierärztlichen Hochschule Hannover und dem Institut für Ernährung der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Untersuchungen zur Beeinflußbarkeit des Eigeruchs bei Tainter-Hennen durch Antibiotika und diätetische Maßnahmen

J. Zentek und J. Kamphues
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 100 - 106

Schlüsselwörter: Legehennen, Eigeruch, Antibiotika, Laktulose, Mannoseoligosaccharide, Kräuterextrakt.

Zusammenfassung
Die Untersuchungen (Fütterungsversuch) sollten der Frage nachgehen, inwieweit ein abweichender Eigeruch bei braunlegenden Hennen durch diätetische Maßnahmen beeinflußt werden kann. Dazu standen 20 Hybridhennen zur Verfügung, die alle aufgrund von Geruchsabweichungen der Eier sowie einer olfaktorischen Überprüfung des Exspirats aus einem größeren Bestand selektiert waren. Die Tiere erhielten ein kommerzielles Mischfutter, dessen Zusammensetzung nach mikroskopischer Prüfung der Gemengeanteile und Analyse des Cholingehalts nicht auffällig war. 10 Tiere der Kontrollgruppe erhielten über die ganze Versuchsdauer ausschließlich dieses Mischfutter. Die 10 Tiere der Versuchsgruppe erhielten das selbe Mischfutter mit verschiedenen Zusätzen bzw. eine Futtereigenmischung. Bei konsekutiv wechselnder Behandlung kam es in der Versuchsgruppe zu einer signifikanten Verminderung bzw. Normalisierung des Eigeruchs im Vergleich zur Kontrollgruppe nach oraler antibiotischer Behandlung mit Neomycin und Tetrazyklin bzw. Neomycin, Metronidazol und Enrofloxacin, während Neomycin allein allenfalls tendenzielle Effekte hatte. Somit ist davon auszugehen, daß grampositive Darmbakterien einen erheblichen Anteil an der Bildung geruchsintensiver Stoffe haben. Die mikrobiell fermentierbaren Kohlenhydrate Mannoseoligosaccharide und Laktulose sowie ein Kräuterextrakt (Oregano, Thymian) blieben ohne nachweisbare Wirkung. Für die Selektion belasteter Hennen anhand der Exspiratprüfung zeigte sich, daß eine einmalige Untersuchung aufgrund der individuellen Variabilität keine ausreichende Sicherheit zur Erkennung betroffener Tiere bietet. Es muß zudem hinterfragt werden, ob die in der Aufzuchtphase routinemäßig als Kokzidiostatika eingesetzten Ionophoren die Selektion von Hennen anhand der olfaktorischen Prüfung beeinflussen.

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Aus der I. Medizinischen Klinik für Einhufer und Kleintiere der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Zwei Fälle pulmonaler Nokardiose beim Pferd

S. WLASCHITZ
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 89 (2002), 107 - 111

Schlüsselwörter: Pferd, Lunge, Pleuropneumonie, Abszesse, Nocardia asteroides, Therapie.

Zusammenfassung
Es werden 2 Fälle einer equinen pulmonalen Nokardiose beschrieben. Beide Pferde zeigten Dyspnoe, sowie pathologische Befunde bei Auskultation und Perkussion. Labordiagnostisch fiel eine Hyperfibrinogenämie auf. Radiologische und sonographische Untersuchungen des Thorax stellten wichtige diagnostische Hilfsmittel dar.Während der erste Patient chronische Lungenabszesse aufwies und getötet wurde, präsentierte sich das Pferd aus Fall 2 mit einer akuten Pleuropneumonie und konnte durch eine 10wöchige Therapie mit Trimethoprim - Sulfadiazin geheilt werden. In beiden Fällen konnte eine Infektion mit Nokardien (Nocardia asteroides - Komplex) nachgewiesen werden.

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