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INHALT WTM 3/2003

E. K. Hainisch and E. R. Singer:
Teilresektion des Colon ascendens nach einer Invagination der linken dorsalen Längslage des großen Kolons bei einem 11jährigen Highland Wallach
Subtotal colon resection for intussusception of the left dorsal colon in an eleven years old Highland gelding

F.-C. Herold, D. Gerber and J.E. Aurich:
Einfluß von homologem, seminalem Plasma vom Hausrind auf Nebenhodensperma, welches unter Verwendung von Triladyl™ oder AndroMed® gefroren wurde
Influence of homologous seminal plasma on bovine
epididymal semen frozen with Triladyl™ or AndroMed®

I. Fröhlich, A. Probst, M. Polgar, M.-C. Sora und H.E. König:
Plastinierte P 35-Gehirnschnitte des Hundes - eine Basis für die klinische Untersuchung mit modernen bildgebenden Verfahren
Plastic-embedded brain slices of the dog - a basis for clinical examination with modern diagnostic imaging

G. E. Weissengruber, G. Forstenpointner und D. Gangl:
Gut zu Fuß - funktionell-anatomische Aspekte des bipeden Laufens beim Afrikanischen Strauß ( Struthio camelusLinné, 1758)
Functional anatomical features of the hindlimb in a bipedal runner

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From the Klinik für Chirurgie und Augenheilkunde, Veterinärmedizinische Universität Wien1 and the Phillip Leverhulme Large Animal Hospital, University of Liverpool2

Subtotal colon resection for intussusception of the left dorsal colon in an eleven years old Highland gelding

E. K. HAINISCH1 and E. R. SINGER2
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 54 - 57

Keywords: equine, large colon, intussusception, resection.

Summary
An eleven years old Highland gelding was presented to the Phillip Leverhulme Large Animal Hospital (University of Liverpool) for repeated episodes of acute abdominal pain during the last 7 days. On admission, apart from mild colic pain, all clinical parameters were within normal limits. Palpation per rectum revealed a colonic displacement. On exploratory laparotomy the left dorsal colon was found to be intussuscepted for a length of 40 cm. Both arms of the large colon were resected at the level of the sternal and diaphragmatic flexures and a side-to-side anastomosis was created. The gelding recovered from surgery uneventfully. A year post surgery, the gelding is back in full work and has suffered no episodes of colic.

Schlüsselwörter: Pferd, Colon ascendens, Invagination, Resektion.

Zusammenfassung
Ein 11 Jahre alter Highland Wallach wurde mit der Vorgeschichte von zahlreichen Episoden von akutem Kolikschmerz während der vorhergehenden 7 Tage an die Klinikü berwiesen. Bei der folgenden Untersuchung zeigte der Wallach außer geringgradigem Kolikschmerz keine klinischen Auffälligkeiten. Bei der rektalen Untersuchung wurde eine Verlagerung des Colon ascendens diagnostiziert. Bei der anschließenden Probelaparotomie stellte sich jedoch heraus, daß die linke dorsale Längslage des Kolons 40 cm invaginiert war. Die Invagination konnte nicht gelöst werden, deshalb wurden beide Schenkel des großen Kolons auf der Höhe der Querlagen reseziert und eine Seit-zu-Seit Anastomose hergestellt.

Der Wallach erholte sich gut von diesem Eingriff. Ein Jahr nach der Operation befindet er sich in voller Arbeit und hat keine weitere Kolikepisode erlitten.

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From the Section of Reproduction, Department of Production Animal Studies, Faculty of Veterinary Science, University of Pretoria1, and the Universitätsklinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie, Veterinärmedizinische Universität Wien2

Influence of homologous seminal plasma on bovine epididymal semen frozen with Triladyl™ or AndroMed®

F.-C. HEROLD1, D. GERBER1 and J.E. AURICH2
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 58 - 61

Keywords: epididymal sperm, seminal plasma, egg-yolk free extender.

Summary
Freezing epididymal semen allows preserving semen post mortem. The hygienic risks of egg-yolk containing semen extenders are well known. AndroMed® is a totally defined medium and has been used successfully to freeze ejaculated bovine semen. Triladyl™ is a widely used trisegg yolk diluent. Seminal plasma is known to affect both the motility and fertility of ejaculated semen. The aim of this study was to test whether Triladyl™ or AndroMed® is superior for cryopreservation of bovine epididymal semen. Further it should be tested if the addition of homologous seminal plasma has an effect on the post-thaw motility and acrosomal integrity of spermatozoa.

The left and right caudae epididymides from six adult Bos taurus bulls were flushed with either Triladyl™ or AndroMed® . Each flush was split into two aliquots and 10% homologous seminal plasma was added to one. Post-thaw semen parameters measured were motility at 0, 1 and 2 hours after thawing and acrosomal integrity.

The four treatments used were Triladyl™(A), Triladyl™ with seminal plasma (B), AndroMed® (C) and AndroMed® with seminal plasma (D). Post-thaw progressive motility immediately after thawing was 8.3 ± 6.1%, 12.5 ± 6.9%, 18.3 ± 9.8% and 19.2 ± 9.7% for the four treatments, respectively. This indicated a trend towards better results with AndroMed® (p=0.07) when both media were used without seminal plasma. After two hours of post-thaw incubation progressive motilities tended to be higher for treatment B (19.2 ± 9.2%) than for D (8.3 ± 6.8%) (p=0.08). Total motility, as an indicator for live spermatozoa, and the acrosomal integrity did not differ between the four treatments.

Schlüsselwörter: Nebenhodensperma, seminales Plasma, eidotterfreier Samenverdünner.

Zusammenfassung
Das Einfrieren von Nebenhodensperma ermöglicht die Gewinnung von genetischem Material auch nach dem Tod eines Tieres. Die Probleme mit konventionellen eigelbhältigen Gefriermedien in Bezug auf Hygienerisiken und inkonstante Zusammensetzung sind mehrheitlich bekannt. Der synthetische Samenverdünner AndroMed® wurde bereits erfolgreich bei Ejakulaten von Hausrindern eingesetzt. Triladyl™ ist ein weitverbreiteter eidotterhältiger Verdünner. Es ist bekannt, daß seminales Plasma Beweglichkeit und Fruchtbarkeit von Sperma beeinflußt. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, herauszufinden, welcher der beiden oben genannten Verdünner besser zur Tiefgefrierung von bovinem Nebenhodensperma geeignet ist. Weiters sollte der Einfluß von seminalem Plasma auf die Beweglichkeit der Spermien und die Unversehrtheit der Akrosomen beim Bullen getestet werden.

Der linke und der rechte Nebenhoden von 6 Bullen wurden jeweils mit AndroMed® bzw. Triladyl™ gespült. Das gewonnene Sperma/Verdünner-Gemisch wurde weiter in 2 Teile geteilt und zu einem der beiden Teile 10% homologes, seminales Plasma zugefügt. Es wurden die Beweglichkeit der Spermien unmittelbar, sowie 1 und 2 Stunden nach dem Auftauen, sowie die Unversehrtheit der Akrosomen ermittelt.

Sperma wurde mit Triladyl™ (A), Triladyl™ mit seminalem Plasma (B), AndroMed® (C) und AndroMed® mit seminalem Plasma (D) gefroren. Die entsprechenden Werte für Vorwärtsbeweglichkeit unmittelbar nach dem Auftauen waren 8,3 ± 6,1%, 12,5 ± 6,9%, 18,3 ± 9,8% bzw. 19,2± 9,7%. Ein Trend zu besseren Ergebnissen (p=0,07) war für die Verwendung von AndroMed® erkennbar, wenn beide Verdünner ohne seminales Plasma verwendet wurden. 2 Stunden nach dem Auftauen war die Vorwärtsbeweglichkeit für Methode B höher (19,2 ± 9,2%) als für die Methode D (8,3 ± 6,8%). Die Anzahlen an lebenden Spermien sowie unversehrten Akrosomen unterschieden sich nicht zwischen den verwendeten Methoden.

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Aus dem Institut für Anatomie der Veterinärmedizinischen Universität Wien1 und dem Institut für Anatomie der Universität Wien2

Plastinierte P 35-Gehirnschnitte des Hundes - eine Basis für die klinische Untersuchung mit modernen bildgebenden Verfahren

I. FRÖHLICH1, A. PROBST1, M. POLGAR1, M.-C. SORA2 und H.E. KÖNIG1
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 62 - 66

Schlüsselwörter: Scheibenplastination, Schnittanatomie, Hund, Gehirn.

Zusammenfassung
P 35-Scheibenplastinate des Gehirnes wurden mit herkömmlichen Schnittpräparaten des Kopfes und korrespondierenden Computertomogrammen der Fachliteratur verglichen.

Von 2 Beagles im Alter von 7 Monaten wurden 4 mm dicke, transversale und sagittale Serienschnitte des Gehirns angefertigt und P 35 plastiniert. Alle Schnitte wurden photographiert und computertechnisch dokumentiert. Im Vergleich zu den S 10- und E 12-Plastinaten, die sich in der Sammlung des Institutes für Anatomie der Veterinärmedizinischen Universität Wien befinden, ist bei den P 35- Gehirnschnitten die Differenzierung von grauer und weißer Substanz sehr gut möglich. Die das Corpus striatum bildenden Kerne können deutlich abgegrenzt werden. Um deren räumliche Anordnung zu verdeutlichen, wurden 2 Zeichnungen des Streifenkörpers angefertigt. Die P 35- plastinierten Schnitte sind semitransparent, hart, trocken, geruchlos, widerstandsfähig und unbegrenzt haltbar. Die Scheibenplastinate liefern eine wichtige Grundlage zur Bestimmung von anatomischen Strukturen auf CT- und MRI-Bildern.

Keywords: slice plastination, cross-sectional anatomy, dog, brain.

Summary
P 35 plastic-embedded, transparent serially sectioned slices from the canine brain were compared with crosssections, made with the commonly used techniques and computed tomograms.

Brains of two Beagles at the age of seven months were cut into 4 mm coronal and sagittal slices and thereafter plastinated with epoxy resin Biodur P35. Survey photographs were taken and documented by computer. In contrast to S 10 and E 12 slice plastinations, located at the Institute of Anatomy at the University of Veterinary Medicine Vienna, P 35 sections show an excellent differentiation of gray and white matter and provide detailed information on the striate body. To improve appreciation of their three-dimensional topography, two illustrations of the striate body were prepared. Compared with S 10 and frozen sections the P 35 slices were semitransparent, hard, dry, odourless and durable. The brain slices enable a clearer understanding of anatomical structures within CT- and MRI-images.

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Aus dem Institut für Anatomie der Veterinärmedizinischen Universität Wien

Gut zu Fuß - funktionell-anatomische Aspekte des bipeden Laufens beim Afrikanischen Strauß ( Struthio camelusLinné, 1758)

G. E. WEISSENGRUBER, G. FORSTENPOINTNER und D. GANGL
Vet. med. Austria/Wien. Tierärztl. Mschr. 90 (2003), 67 - 78

Schlüsselwörter: Struthionidae, Knochen, Muskulatur, Sehnen, Bewegungsapparat, Hinterextremität.

Zusammenfassung
Die Hinterextremitäten von 15 Straußen unterschiedlichen Geschlechtes und Alters wurden nach den Methoden der makroskopischen Anatomie präpariert. Während das Hüftgelenk des Straußes nur sehr eingeschränkt beweglich ist und somit vor allem zur Stabilität der Gliedmaße beiträgt, ist das im Gegensatz zum Säuger auch nach lateral gewinkelte Kniegelenk in stärkerem Ausmaß an der Lokomotion beteiligt. Die beiden Patellae des Straußes sind kraniolateral des distalen Femurendes in eine Fascien- Sehnen-Platte eingelagert und nicht durch Kniescheibenbänder fixiert. Der Strauß besitzt überdies ein Konstruktionsprinzip der Hinterextremität, das jenem bei gewissen Huftieren (z. B. Pferd) ähnlich und im wesentlichen durch eine obligate Kombinierung der Gelenke distal des Hüftgelenkes gekennzeichnet ist. Die Beckengliedmaße des bipeden Straußes ist optimal einerseits auf eine Abstützung des Rumpfes und andererseits auf eine möglichst ganggenaue Lokomotion abgestimmt.

Keywords: Struthionidae, bones, tendons, locomotor apparatus.

Summary
Hindlimbs of 15 ostriches (males and females) of various ages were dissected. The hip joint of the ostrich is hardly movable and, therefore, it is an anatomical structure that ensures the stability of the hindlimb itself and of the hindlimb-trunk-junction. The much more mobile stifle joint of the ostrich is also bended laterally. Both patellae of the ostrich are embedded within a layer of fasciae and tendons cranially and laterally of the distal end of the femur lacking a ligamentous linkage to that bone. Construction principles of the ostrich hindlimb are similar to those found in some hoofed animals such as horses and are generally characterized by an inevitable combination in motion of those joints lying distally of the hips. The hindlimbs of the ostrich are on the one hand well adapted supporting and carrying the body weight and on the other hand enable exact movements during bipedal locomotion.

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